12.09.2012 | DTZ

Investmentumsatz in Osteuropa bricht um 60 Prozent ein

Büros sind auch in Prag nach wie vor beliebteste Assetklasse
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das gewerbliche Transaktionsvolumen auf dem osteuropäischen Immobilienmarkt sinkt weiter: Im 2. Quartal fiel es im Vergleich zum ersten um 60 Prozent von 834 Millionen Euro auf 327 Millionen. Zu diesem Ergebnis kommt DTZ. Vor allem ausländische Investoren ziehen sich zurück.

Zum Vergleich: Allein im dritten Quartal 2011 wurden rund zwei Milliarden Euro investiert. Dominiert wurde der osteuropäische Transaktionsmarkt im zweiten Quartal von Polen und Tschechien, deren Marktanteil im ersten Halbjahr 2012 zusammen 90 Prozent ausmacht.

Allerdings ist das Investmentvolumen in Polen - traditionell der beliebteste osteuropäische Markt - von 717 Millionen Euro im ersten auf 122 Millionen Euro im zweiten Quartal gesunken. Tschechien hat sich dagegen nach einer bescheidenen Performance im ersten Quartal (50 Millionen Euro) im zweiten Quartal deutlich erholt (159 Millionen Euro). Rumänien verzeichnete seit Jahresbeginn gerade einmal ein Volumen von 25 Millionen, Ungarn eines von 20 Millionen Euro.

Einheimisch Investoren kaufen für 100 Millionen Euro

Ausländische Investoren agierten im zweiten Quartal deutlich vorsichtiger, dafür sorgten in Polen und Tschechien einheimische Investoren mit Ankäufen in Höhe von insgesamt 100 Millionen Euro für ein Comeback. Das Transaktionsvolumen von Unternehmen mit Sitz außerhalb Osteuropas sank von 587 Millionen Euro im ersten auf 156 Millionen Euro im zweiten Quartal.

Insbesondere fokussierten sich die europäischen Investoren auf A-Klasse Bürogebäude in Prag oder Warschau sowie auf Einzelhandelsimmobilien in Rumänien. Nur eine einzige Transaktion wurde durch einen nicht-europäischen Investor getätigt.

Investitionen von 207 Millionen Euro in Büroimmobilien

Die beliebteste Assetklasse auf den osteuropäischen Immobilienmärkten waren im zweiten Quartal Büros mit einem Transaktionsvolumen von 207 Millionen Euro. Einzelhandelsimmobilien verzeichneten dagegen einen Rückgang des Transaktionsvolumens von 106 Millionen auf knapp eine halbe Million Euro. Die Renditen für Büroimmobilien liegen bei 6,25 Prozent in Prag und Warschau sowie bei acht Prozent in Bukarest.

Schlagworte zum Thema:  Gewerbeimmobilien, Investition, Umsatz, Immobiliendienstleister

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