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Investments in Logistikimmobilien um 48 Prozent gestiegen

Gefragt sind vor allem Logistikobjekte in Ballungsräumen
Bild: Marcus Walter ⁄

Von Januar bis September 2013 wurden in Deutschland rund 1,7 Milliarden Euro in Logistik- und Industrieimmobilien investiert. Das entspricht einer Steigerung um mehr als 48 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Colliers.

Die auf dem für gewöhnlich etwas ruhigeren Sommermonate wurden in diesem Jahr von einem sehr regen Marktgeschehen geprägt. "Darüber hinaus ist festzuhalten, dass bereits nach Ende des dritten Quartals mehr Geld in dieses Marktsegment floss als im gesamten Vorjahr", sagt Peter Kunz, Head of Industrial & Logistics bei Colliers International Deutschland.

Etwa 42 Prozent beziehungsweise 724 Millionen Euro des angelegten Kapitals wurden im Rahmen von Cross-Border-Käufen investiert. Im Mittelpunkt standen Paketankäufe. In Summe lag der Anteil von Portfolioverkäufen bei 38 Prozent beziehungsweise 643 Millionen Euro.

Offene Fonds und Spezialfonds bauen Marktanteil auf 34 Prozent aus

Die bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres sehr aktiven offenen Immobilienfonds sowie Immobilienspezialfonds bauten durch einige großvolumige Zukäufe ihren Marktanteil bis Ende des dritten Quartals auf 34 Prozent aus. Rund 583 Millionen Euro des Transaktionsvolumens entfielen auf Unternehmen dieser Branche.

Dahinter folgt ein breites Mittelfeld mit Vermögensverwaltern (230 Mio. € Transaktionsvolumen) mit ebenso 13 Prozent Marktanteil wie Corporates und Eigennutzer (228 Mio. €). Letztere nutzen derzeit die für sie günstigen Finanzierungskonditionen.

Geringes Neubauvolumen limitiert Transaktionsgeschehen

Aufgrund der geringen Zahl von Projektentwicklungen in den vergangenen Jahren lag der Anteil von Neubauten oder sich im Bau befindlichen Objekten nach Ende des dritten Quartals bei lediglich zwölf Prozent. Dies entspricht einem Transaktionsvolumen von 218 Millionen Euro. Demgegenüber wurden in Bestandsimmobilien mehr als 1,4 Milliarden Euro angelegt, was einem Anteil am Transaktionsvolumen von etwa 84 Prozent entspricht.

Ähnlich dem Gesamtmarkt standen bei Investments in Logistik- und Industrieimmobilien etablierte Lagen im Mittelpunkt, vor allem Ballungsräume und Logistikzentren. Durch die Nachfragekonkurrenz vieler eigenkapitalstarker Investoren verharrten die Spitzenrenditen in den untersuchten Regionen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart auf dem bereits längere Zeit zu verzeichnenden, niedrigen Niveau. Die Bruttoanfangsrendite für erstklassige Immobilien in Frankfurt und München lag Ende des dritten Quartals bei jeweils 6,90 Prozent, in Düsseldorf bei 7,05 Prozent, in Hamburg und Stuttgart bei jeweils 7,20 Prozent sowie in Berlin bei 7,30 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Logistikimmobilie

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