10.07.2012 | Gewerbeimmobilien

Hotelinvestments sinken deutlich unter Vorjahresniveau

Hotelinvestments sind auf einen Vier-Prozent-Anteil gesunken
Bild: Haufe Online Redaktion

Im ersten Halbjahr 2012 wurden bundesweit rund 9,7 Milliarden Euro in Gewerbeimmobilien angelegt. Das sind knapp 14 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dies ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate. Vor allem in Hotels wurde deutlich weniger investiert als noch in 2011.

„Nach einem soliden Jahresauftakt mit knapp 5,3 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten wurde mit rund 4,4 Milliarden Euro im zweiten Quartal doch deutlich weniger in deutsche Gewerbeimmobilien investiert“, erklärt Piotr Bienkowski, Vorsitzender der Geschäftsführung von BNP Paribas Real Estate Deutschland.

Büroimmobilien bleiben beliebteste Assetklasse

Von den 9,7 Milliarden Euro, die in Gewerbeimmobilien investiert wurden, entfallen knapp 7,8 Milliarden Euro und damit wie im Vorjahreszeitraum rund 80 Prozent auf Einzeldeals. Portfoliotransaktionen trugen gut 1,9 Milliarden Euro (20 %) zum Ergebnis bei.

Auch im ersten Halbjahr sind Büroimmobilien die mit Abstand beliebteste Assetklasse mit einem Anteil von rund 40 Prozent am Transaktionsvolumen. Auf Einzelhandelsimmobilien entfällt knapp ein Drittel. Logistikimmobilien waren ebenfalls stark nachgefragt und kommen auf rund neun Prozent. In Hotels wurde demgegenüber deutlich weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum investiert, sodass ihr Beitrag auf knapp vier Prozent gesunken ist.

Der Anteil ausländischer Käufer bewegt sich mit 32 Prozent auf Vorjahresniveau.

Bix-Six-Standorte verschlechtern sich ebenfalls

Auch an den Big-Six-Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München) bleibt das Investitionsvolumen im ersten Halbjahr mit rund 4,7 Milliarden Euro unter dem Vorjahresergebnis (minus 17 %).

Der Rückgang vollzog sich mit Ausnahme von München an allen Standorten im zweistelligen Bereich. Die Isarmetropole setzte sich dank mehrerer Großabschlüsse mit knapp 1,39 Milliarden Euro (plus 83 %) an die Spitze. Es folgen Berlin mit rund 1,04 Milliarden Euro (minus 18 %), Frankfurt mit 885 Millionen Euro (-33 %) und Hamburg mit 722 Millionen Euro (minus 46 %). Auch Düsseldorf (387 Millionen Euro, minus 17 %) und Köln (239 Millionen Euro, minus 49 %) konnten nicht an das gute Vorjahresergebnis anknüpfen.

Schlagworte zum Thema:  Investition, Gewerbeimmobilien, Hotel

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