26.08.2016 | JLL

Büroinvestments: Zweitlagen schlagen Top-Lagen in den Großstädten

Büros werden vor allem in den sieben großen Metropolen gekauft, doch weichen Investoren dort zunehmend in Zweit- und Drittlagen aus
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Zwischen 2007 und dem ersten Halbjahr 2016 wurden einer Studie von JLL zufolge deutschlandweit Büroimmobilien im Wert von rund 130 Milliarden Euro erworben, davon entfielen 95 Milliarden Euro auf die Big 7 Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Hier geht der Trend inzwischen zu Zweitlagen, unter anderem weil die Kapitalwerte seit 2009 um knapp 50 Prozent gestiegen sind.

Der Anteil der Big 7 an den deutschlandweiten Büroimmobilienkäufen schwankte dabei zwischen 54 Prozent im Boomjahr 2007 und rund 83 Prozent im Jahr 2010 zu Beginn des Aufschwungs nach der globalen Finanzkrise. "Wir gehen davon aus, dass sowohl in diesem als auch im folgenden Jahr der Fokus der Investoren auf den Big 7 bestehen bleibt, auch wenn der Anteil der Big 7 seit 2010 leicht rückläufig ist", so Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany.

Zweitmärkte innerhalb der Big 7 bieten Wertsteigerung

Die JLL-Analyse innerhalb der Big 7 zeigt einen ähnlichen Trend: Teilmärkte abseits der Top-Lagen haben in den letzten Jahren ein stärkeres Interesse erfahren. So wurden 2016 bisher in Zweit- und Drittlagen der Big 7 insgesamt rund vier Milliarden Euro in Büros investiert und damit mehr als doppelt so viel wie in allen übrigen 52 von JLL analysierten Städten deutschlandweit.

Wichtig sei, dass das Objekt gewisse Bedingungen erfülle, so Scheunemann, etwa langlaufende Mietverträge, Top-Qualität oder Mieterbonität. Dazu komme, dass das Angebot an Core-Immobilien in den Top-Lagen knapp und teuer ist und Investoren ihren Suchradius ausweiten. Dazu zählen in erster Linie Telekommunikationsunternehmen, IT- oder Industrieunternehmen, also Branchen, denen eine niedrigere Miete wichtiger ist als eine zentrale Lage.

"Das Ergebnis dieser (Um-) Orientierung der Investoren zeigt sich in der Wertentwicklung", sagt Scheunemann. So hätten sich die Kapitalwerte von Top-Büroimmobilien in Zweitlagen seit dem Tiefpunkt zum Halbjahr 2009 um knapp 50 Prozent erhöht und verglichen mit der Wertentwicklung der Top-Lagen seit 2014 überproportional zugelegt.

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Schlagworte zum Thema:  Investment, Büroimmobilie

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