17.07.2012 | Hamburg

Investitionsvolumen geht deutlich zurück

Zentral gelegene Hamburger Büros sind am beliebtesten
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das Transaktionsvolumen des Hamburger Investmentmarkts liegt im 1. Halbjahr 2012 bei 722 Millionen Euro. Damit wird das sehr gute Ergebnis des Vorjahres um 46 Prozent unterschritten. Dies ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

„Der Anteilsverkauf (45 %) des innerstädtischen Shoppingcenters Europa Passage sowie der Verkauf des Bürogebäudes Berliner Bogen sind die bislang größten Transaktionen. Dagegen ist insbesondere das Segment zwischen 25 und 50 Millionen Euro mit bisher lediglich einem Deal sehr schwach besetzt“, erläutert Marco Stahl, Hamburger Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate. Darüber hinaus wurden in der Hansestadt trotz einiger bundesweit verkaufter Portfolios noch keine anteiligen Paketverkäufe verzeichnet. Das durchschnittliche Volumen pro Transaktion ist gesunken und liegt bei rund 24 Millionen Euro.

Büroobjekte wieder am beliebtesten

Bei der Verteilung des Investitionsvolumens nach Größenklassen liegen Deals ab 50 Millionen Euro klar in Führung und haben mit rund 60 Prozent ihren Anteil gegenüber Mitte 2011 noch ausgebaut. Auffällig ist der noch vergleichsweise geringe Anteil von Abschlüssen zwischen 25 und 50 Millionen Euro, der mit sechs Prozent knapp 16 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert liegt. Im Bereich zwischen zehn und 25 Millionen Euro ist dagegen eine rege Marktaktivität zu beobachten. Mit knapp 23 Prozent der Investments legt diese Kategorie um rund zehn Prozentpunkte zu. Die Transaktionen unter zehn Millionen Euro erreichen mit zirka elf Prozent einen ähnlichen Anteil wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Im Gegensatz zum Vorjahr liegen Büroimmobilien bei den Käufern wieder vorn. Mehr als die Hälfte des Investitionsvolumens (55 %) entfällt auf diese Objektart, die sich damit um 18 Prozentpunkte steigert. Einzelhandelsimmobilien wurden dagegen mit einem Anteil von 28 Prozent auf den zweiten Platz verwiesen. In dieses Segment wurde bis zur Jahresmitte deutlich weniger Kapital investiert als noch im Vorjahreszeitraum (-23 Prozentpunkte). Logistikobjekte profitieren insbesondere von einem großvolumigen Verkauf und verdoppeln ihren Anteil auf rund elf Prozent. Die verbleibenden knapp sechs Prozent verteilen sich auf Hoteldeals und Sonstige.

Mehr als die Hälfte des Volumens entfällt auf die City

Die zentralen Innenstadtlagen stehen nach wie vor im Fokus der Anleger. Mehr als die Hälfte des Transaktionsvolumens (gut 56 %) wurde in der City investiert, das ist ein deutlich höherer Anteil als im 1. Halbjahr 2011. Der Cityrand profitiert von großvolumigen Transaktionen wie dem Verkauf des Berliner Bogens, erreicht mit rund 28 Prozent jedoch einen geringeren Anteil als im Vorjahr. Die Nebenlagen liegen mit 13 Prozent auf einem ähnlichen Niveau wie Mitte 2011. Auf die Peripherie entfallen bisher lediglich knapp zwei Prozent des Investitionsvolumens.

Insbesondere durch den Anteilskauf an der Europa Passage führen Versicherungen mit knapp 28 Prozent die Verteilung der Investments nach Käufergruppen an. Auch Spezialfonds investierten in Objekte im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich und erreichen so ein Fünftel des Transaktionsvolumens. Die drittplatzierten Pensionskassen sind unter anderem für den größten Deal im 2. Quartal verantwortlich und erreichen knapp 17 Prozent. Offene Fonds landen insbesondere durch den Kauf einer Logistikimmobilie auf dem vierten Rang (knapp 11 %). Knapp dahinter folgen Projektentwickler mit rund zehn Prozent. Der Anteil ausländischer Anleger liegt mit rund sieben Prozent auf einem auch im bundesweiten Vergleich niedrigen Niveau.

Schlagworte zum Thema:  Marktanalyse

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