23.10.2012 | BNPPRE

Investitionen in größere Wohnungsbestände verdoppeln sich

Bestandsimmobilien machen den Löwenanteil des Umsatzes aus
Bild: Deutsche Wohnen AG

Der Investmentumsatz mit größeren Wohnungsbeständen liegt Ende des 3. Quartals 2012 bei rund 8,67 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wurde das Transaktionsvolumen damit mehr als verdoppelt (+108 %). Dies ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

Auch der jeweilige Gesamtumsatz der vergangenen vier Jahre wurde bereits deutlich überschritten. Mitverantwortlich hierfür ist auch die hohe Anzahl großer Deals, wie etwa der Verkauf von mehr als 21.000 Wohnungen der LBBW für rund 1,4 Milliarden Euro, die Veräußerung der zirka 25.000 Einheiten der DKB Immobilien AG für etwa 960 Millionen Euro sowie der Erwerb von rund 23.500 Wohneinheiten der Baubecon durch die Deutsche Wohnen AG für mehr als 1,2 Milliarden Euro.

Insgesamt wurden 171 Transaktionen mit rund 150.000 Wohneinheiten in die Analyse einbezogen. Durch die hohe Anzahl kleiner und mittelgroßer Verkäufe in den vergangenen drei Monaten hat sich das durchschnittliche Volumen pro Verkaufsfall wieder leicht reduziert und liegt aktuell bei knapp 51 Millionen Euro.

Bestandsportfolios weiter klar in Führung

Auf mehrere Standorte verteilte Bestandsportfolios liegen, bezogen auf den Gesamtumsatz, mit rund 77 Prozent klar an erster Stelle aller Assetklassen, wofür unter anderem die Vielzahl an Großdeals verantwortlich ist. Platz zwei belegen ältere Bestandsobjekte, die auf rund elf Prozent kommen. Noch einmal deutlich zugelegt haben auch Projektentwicklungen, auf die knapp neun Prozent (753 Mio. €) des Transaktionsvolumens entfallen. Moderne Bestandsobjekte (<10 Jahre) sowie Sonderwohnformen (z. B. Studentenwohnen) spielen bislang nur eine untergeordnete Rolle.

Großdeals über 100 Millionen Euro dominieren mit knapp 67 Prozent weiter das Marktgeschehen, auch wenn sich ihr Anteil im Jahresverlauf verringert hat. Dahinter folgen nahezu gleichauf Abschlüsse zwischen 50 und 100 Millionen Euro (10 %) sowie Verkäufe von 25 bis 50 Millionen Euro (12 %). Erstaunlich ist vor allem, dass kleine Deals bis zehn Millionen Euro immerhin rund fünf Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen. Wie lebhaft die Märkte gerade in diesem Segment sind, wird dadurch unterstrichen, dass rund die Hälfte aller registrierten Verkaufsfälle in diese Größenklasse fällt.

Deutsche Investoren am aktivsten

Rund die Hälfte des Investmentumsatzes entfällt auf nur zwei Anlegergruppen: Immobilien AGs mit einem Anteil von rund 30 Prozent sowie Equity/Real Estate Funds mit knapp 21 Prozent. Mit einem Anteil von knapp 72 Prozent am Transaktionsvolumen haben deutsche Investoren ihren Anteil im Jahresverlauf noch ausgebaut und stellen die wichtigste Käufergruppe dar. Auf Platz zwei folgen Anleger aus dem europäischen Ausland mit einem Anteil von rund 14 Prozent, knapp dahinter kommen nordamerikanischen Investoren mit 14 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnungsportfolio, Wohnimmobilien, Investition

Aktuell

Meistgelesen