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Investitionen in deutsche Gewerbeimmobilien wieder dynamischer

Beliebt sind Büroimmobilien und die vor allem in München
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Am Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien in Deutschland wurden in den ersten neun Monaten 2012 rund 14,5 Milliarden Euro investiert, 14 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im 3. Quartal registrierte CBRE jedoch wieder eine dynamischere Investitionstätigkeit.

Der Wert des dritten Quartals 2012 lag dabei rund elf Prozent über dem Vorquartalswert lag. Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE in Deutschland: "Weiterhin bestimmt eine überwiegend auf Core-Produkte ausgerichtete sicherheitsorientierte Investmentstrategie das derzeitige Marktgeschehen."

Deutsche Investoren dominieren den einheimischen Markt

Der Anteil von Einzelverkäufen am Gesamtvolumen hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter erhöht. Auf diese entfielen knapp 84 Prozent des Gesamtvolumens oder 12,2 Milliarden Euro (3. Quartal 2011: 76 Prozent oder 12,8 Milliarden Euro).

Ebenfalls gestiegen ist der Anteil der inländischen Investoren, die mit 10,3 Milliarden Euro rund 71 Prozent des Transaktionsvolumens dominierten. Im Vorjahreszeitraum entfielen aufgrund einiger großvolumiger Einzel- und Portfoliotransaktionen noch 35 Prozent des Volumens auf Investitionen internationaler Akteure, nunmehr sind es knapp 29 Prozent. Auf Verkäuferseite blieb ihr Anteil relativ konstant bei knapp einem Drittel der Investments.

Knapp 50 Prozent des Transaktionsvolumens in Top 5

In den Top 5-Investmentzentren (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München) fiel der Rückgang des Investmentvolumens im Vorjahresvergleich mit minus sechs Prozent deutlich geringer aus als am gesamtdeutschen Markt. Auf diese fünf Standorte entfiel mit knapp sieben Milliarden Euro rund 48 Prozent des Gesamtvolumens (Q3 2011: 44 Prozent).

Spitzenreiter in Bezug auf das Transaktionsvolumen in den ersten neuen Monaten ist mit 2,21 Milliarden Euro München, gefolgt von Berlin (1,87 Milliarden Euro), Hamburg (1,26 Milliarden Euro), Frankfurt (1,13 Milliarden Euro) und Düsseldorf (0,51 Milliarden Euro).

Trend wieder verstärkt in Richtung Büroimmobilien

Die dominierende Anlageklasse waren Büroimmobilien, auf die mit knapp 6,7 Milliarden Euro 46 Prozent der Investments entfielen. Im Vorjahreszeitraum lag das investierte Volumen hier mit 5,6 Milliarden Euro oder knapp 34 Prozent deutlich niedriger. Insbesondere in den Top-Standorten lag der Fokus der Investoren auf diesem Segment: mit 5,1 Milliarden Euro entfielen hier über 72 Prozent auf Büroimmobilien.

Bei Einzelhandelsimmobilien ist dagegen aufgrund der Fokussierung der Investoren auf Core-Produkte in Verbindung mit einem geringen Angebot in diesem Segment ein deutlicher Rückgang um mehr als 40 Prozent des Volumens festzuhalten. So entfielen in den vergangenen neun Monaten mit 4,8 Milliarden Euro rund 33 Prozent des Gesamtvolumens auf diese Assetklasse.

Deutlich stärker als im Vorjahreszeitraum waren Logistikobjekte nachgefragt, auf die knapp neun Prozent des Gesamtvolumens oder 1,26 Milliarden Euro entfielen. Im Vorjahreszeitraum lag ihr Anteil nur bei vier Prozent.

Im Hotelsegment lag das Investmentvolumen bei nahezu konstanter Zahl der Abschlüsse deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraumes. Aktuell wurden 475 Millionen Euro oder drei Prozent des Gesamtvolumens in diese Assetklasse investiert, und somit 43 Prozent weniger als in den ersten drei Quartalen 2011.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Gewerbeimmobilien, Investition

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