16.10.2014 | BNP Paribas Real Estate

Investitionen im Berliner Marktgebiet steigen um 18 Prozent

Nebenlagen und Peripherie erreichen mit 19 Prozent einen hohen Anteil
Bild: Gerhard Frassa ⁄

Das Investitionsvolumen im Berliner Marktgebiet summierte sich in den ersten neun Monaten 2014 auf knapp 2,70 Milliarden Euro. Dies zeigt eine Analyse des Immobilienberaters BNP Paribas Real Estate (BNPPRE). Damit wurde das Vorjahresergebnis um rund 18 Prozent gesteigert. Büros wurden mit einem Anteil von 45 Prozent am Transaktionsvolumen am besten gehandelt.

Allein von Juli bis September wurde rund die Hälfte des Ergebnisses generiert. Der Anteil anteilig im Ergebnis berücksichtigter Portfoliodeals ist dabei mit 20 Prozent nur unwesentlich höher als im Vorjahreszeitraum.

Die Verteilung des Investmentvolumens nach Größenklassen gestaltet sich ausgeglichen. So liegen die Anteile der Segmente ab zehn Millionen Euro alle zwischen 18 und 33 Prozent. Lediglich die Kategorie unter zehn Millionen Euro kommt mit rund fünf Prozent auf einen etwas geringeren Beitrag. Auch in der Kategorie zwischen 50 und 100 Millionen Euro, die auf 19 Prozent kommt, wurde absolut betrachtet etwas weniger umgesetzt als im Vorjahr.

Dagegen konnten alle übrigen Größenklassen ihren Anteil deutlich ausbauen. Rund ein Drittel des Umsatzes wurde mit Immobilien ab 100 Millionen Euro getätigt, ein Viertel steuerte die zweitkleinste Kategorie zwischen zehn und 25 Millionen Euro bei. Darüber hinaus entfallen rund 18 Prozent des Ergebnisses auf Deals zwischen 25 und 50 Millionen Euro.

Büros beliebteste Assetklasse

Mit einem Anteil von rund 45 Prozent am Transaktionsvolumen erreichen Büroimmobilien in etwa den Vorjahreswert und bleiben die mit Abstand begehrteste Assetklasse. In Einzelhandelsobjekte wurde dagegen auch absolut betrachtet deutlich weniger als im Vorjahr investiert, sie kommen nur noch auf einen Beitrag von knapp 16 Prozent, was vor allem einem mangelnden Angebot geschuldet ist.

Logistikimmobilien werden von einem sich stetig vergrößernden Investorenkreis gesucht und liegen mit einem Anteil von rund fünf Prozent mittlerweile sogar gleichauf mit Hotelimmobilien. Die Sammelgruppe der sonstigen Nutzungsarten, hinter der sich unter anderem Entwicklungsareale und gemischt genutzte Grundstücke verbergen, erreicht, nicht zuletzt mit Hilfe der Verkäufe des Hotel- und Geschäftsgebäudes Upper West und des Tacheles-Areals, einen Beitrag von rund 29 Prozent.

City führt hinsichtlich Volumen und Anzahl

Hinsichtlich der Verteilung der Investments nach Lagen hat die City die Topcity deutlich überholt – im Vorjahr lagen sie noch nahezu gleichauf. Mit einem Anteil von rund 46 Prozent belegt sie Platz eins. Auch hinsichtlich der Anzahl der Deals geht sie mit 42 Prozent in Führung.

Auf dem zweiten Platz folgt die Topcity, in der deutlich weniger, aber dafür umso größere Transaktionen verzeichnet wurden. Damit kommt diese Lage insgesamt auf einen Anteil von knapp 24 Prozent. Die Nebenlagen sowie die Peripherie erreichen mit 19 Prozent ebenfalls einen hohen Anteil. Der Cityrand steuerte die elf Prozent bei.

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