In keiner anderen Stadt der Welt wurde im ersten Quartal 2017 so viel ausländisches Kapital investiert wie in London: 4,5 Milliarden US-Dollar. Zu diesem Ergebnis kommt JLL. 2016 hatte die britische Hauptstadt im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2015 knapp 50 Prozent des gewerblichen Transaktionsvolumens verloren. Asiatische Investoren sind seit dem Brexit besonders aktiv. Ein Grund ist die Abwertung des englischen Pfunds.

Die dominante ausländische Investorengruppe in London waren das zweite Quartal in Folge Akteure aus Hongkong. Sie sind vor allem an Büroflächen in der City und im Westend interessiert. Als einzige weitere europäische Stadt hat es Madrid mit zwei großen Deals im Einzelhandels- und Hotelsektor in die Top 10 für ausländische Investoren des ersten Quartals 2017 geschafft.

Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein zeichnet ein anderes Bild. Die Unsicherheit nach dem Brexit-Votum werde den Geschäften am Finanzplatz London schaden, sagte Blankfein in einem BBC-Bericht, den das Nachrichtenportal Spiegel Online zitiert. Demnach ist die Bank bereits mit mehreren europäischen Städten, darunter Frankfurt am Main, im Gespräch.

Das Interesse ausländischer Investoren an den US-amerikanischen Gateway-Cities ist konstant stark geblieben. Ausländische Käufer waren am aktivsten in Washington D.C., New York, San Francisco und Boston, wo sie im ersten Quartal Büroimmobilien im Wert von jeweils mindestens einer Milliarde US-Dollar erworben haben.

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