06.11.2014 | Rueckerconsult

Interesse an alternativen Investments eher gering

28 Prozent der Investoren erhöhen den Anteil indirekter Immobilienanlagen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Institutionelle Investoren präferieren die indirekte Anlage. Bevorzugtes Vehikel ist der Immobilien-Spezialfonds. Das ist Ergebnis einer Umfrage von Rueckerconsult unter rund 100 Institutionellen. Das Interesse an alternativen Investments wie Immobilienanleihen, Wandelanleihen und Kreditfonds ist eher gering. Der Fokus der Investoren liegt immer noch auf den deutschen Metropolen – insbesondere bei Büroimmobilien. 

Insgesamt dürfte sich künftig der Anteil der indirekten Immobilienanlagen verstärken.

28 Prozent der Befragten wollten den Anteil indirekter Immobilienanlagen erhöhen, nur 19 Prozent dagegen den Anteil der direkten Investments. Weitere 26 Prozent sagten außerdem, künftig ausschließlich indirekte Immobilieninvestitionen tätigen zu wollen. Das beliebteste Vehikel ist dabei der Immobilien-Spezialfonds.

Am liebsten Deutsche Co-Investoren

Die meisten Spezialfonds-Investoren wünschen sich eine Mindestinvestorenanzahl zwischen zwei und zehn, wobei der Großteil ein bis drei Co-Investoren als optimal empfindet. 45 Prozent der Befragten können sich vorstellen, zusammen mit der Gruppe der deutschen Pensionskassen, Versorgungskassen und Zusatzversorgungswerke zu investieren, 20 Prozent zusammen mit deutschen Versicherungen.

Keine große Bereitschaft zu alternativen Immobilien-Investments

In den letzten Jahren kamen vermehrt Investments abseits der klassischen Vehikel auf den Markt – Anleihen von Immobilienunternehmen, Wandelanleihen oder Debt Funds / Kreditfonds. Das größte Interesse bringen Investoren den Kreditfonds entgegen. Für 30 Prozent der Befragten kommen sie in Frage, 58 Prozent lehnen eine Investition dagegen ab.

Bei den durchschnittlichen Mietrenditen sind die befragten Investoren relativ bescheiden: Rund zwei Drittel nennen eine durchschnittliche Mietrendite zwischen vier und fünf Prozent. 14 Prozent der Befragten geben sich mit Mietrenditen von 3,75 Prozent oder weniger zufrieden und nur sieben Prozent streben Mietrenditen oberhalb von sechs Prozent an.

Fokus weiterhin auf den Nutzungsarten Büro und Einzelhandel

74 Prozent der Befragten hat seinen Fokus weiterhin ganz klassisch auf den Nutzungsarten Büro und Einzelhandel. Bei den Versicherungen und Pensionskassen ist der Anteil mit 87 Prozent beziehungsweise 83 Prozent noch größer.

Bei der Nutzungsart Büro verhalten sich die Investoren wie gewohnt: Rund 70 Prozent wollen weiterhin in den Metropolen investieren. Nur 20 Prozent erwägen ein Ausweichen auf Mittelstädte / B-Städte. Die Versicherungen sind wiederum besonders zurückhaltend in den B-Städten: Nur rund acht Prozent sprachen sich für Büroinvestments in B-Städten aus, 77 Prozent dagegen für die A-Städte.

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