Börsengang von Instone erfolgreich - aber nur knapp Bild: MEV Verlag GmbH

Der Börsengang des Immobilienspezialisten Instone Real Estate Group war erfolgreich, lief aber weniger glatt ab als erwartet. Statt ursprünglich 23,4 Millionen Papieren wurden nur 19,9 Millionen Aktien verkauft, der Preis lag lediglich bei 21,50 Euro.

Die Preisspanne hatte bei 21,50 bis 25,50 Euro je Anteilschein gelegen. Während alle neuen Aktien platziert wurden, veräußerten die Alteigentümer nach Angaben des Unternehmens weniger Papiere als geplant. Dem Unternehmen fließen unter Berücksichtigung eines zurückzuzahlenden Gesellschafterdarlehens dennoch nur etwa ein Viertel des Gesamtemissionsvolumen von 428 Millionen Euro zu. Zum Platzierungspreis liegt die Marktkapitalisierung den Angaben zufolge zu Handelsbeginn bei 795 Millionen Euro. Den Streubesitz bezifferte das Unternehmen mit knapp 54 Prozent. Der erste Handelstag im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse ist für diesen Donnerstag vorgesehen.

Börsengang Ende Januar angekündigt

Instone Real Estate hatte Ende Januar angekündigt, im Laufe des Jahres an die Börse gehen zu wollen. Das Angebot richtete sich an institutionelle Investoren. Mit einem Teil der Einnahmen soll ein Gesellschafterdarlehen zurückgezahlt werden.

Die Alteigentümer (Fonds von ActivumSG Capital Management) wollten früheren Meldungen zufolge 13,35 Millionen bestehende Aktien an den Mann bringen. Zusätzlich hielten sie 3,05 Millionen Anteile für die sogenannte Mehrzuteilungsoption bereit.

Im November 2017 hatte CEO Kruno Crepulja bereits angekündigt, dass ein Börsengang oder eine Privatplatzierung in Erwägung gezogen werden: "Wir stehen jedoch weder unter Zeitdruck noch sehen wir uns gezwungen, konkrete Maßnahmen zu ergreifen". Das Handelsblatt hatte geschrieben, dass die Emission im ersten Quartal 2018 erfolgen würde.

Instone ist durch Fusion von Formart und GRK entstanden

Das aktuelle Portfolio von Instone besteht aus rund 50 Projekten mit zirka 8.000 Einheiten, von denen etwa 2.000 bereits verkauft sein sollen. Um das künftige Wachstum im deutschen Markt zu beschleunigen, prüft Instone seit einigen Monaten gemeinsam mit dem Eigentümer ActivumSG Capital Management strategische Finanzierungsoptionen.

Die Firma war durch eine Fusion der Hochtief-Tochter Formart mit dem Rivalen GRK entstanden. Der Immobilieninvestor ActivumSG hatte Instone im Oktober 2017 komplett übernommen.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienunternehmen, Börsengang

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