05.10.2015 | Universal-Investment

Institutionelle Anleger wollen stärker in Deutschland und Nordamerika investieren

Neben Deutschland ist Nordamerika für Institutionelle interessant.
Bild: Haufe Online Redaktion

Institutionelle Anleger wollen stärker in Deutschland und Nordamerika investieren. Dabei sind Wohnimmobilien besonders gefragt. Auch ihre Immobilienquote wollen die Investoren deutlich steigern, von derzeit acht auf zwölf Prozent, wie eine Umfrage von Universal-Investment am Rande der Expo Real zeigt.

Die Umfrageteilnehmer halten demnach weiterhin an der bereits in der Vorjahresumfrage mit zwölf Prozent angesetzten Zielmarke fest.

Bei der Art der Immobilienanlage verstärkt sich der Trend zu indirekten Anlagevehikeln. Bislang waren rund 47,5 Prozent der Immobilienanlagen im Direktbestand und rund 52,5 Prozent über Fonds investiert. Bei Neuanlagen wollen die Investoren künftig zu 63,6 Prozent auf indirekte Anlagevehikel setzen. 2014 lag der Wert noch bei 60 Prozent.

Mit einem Anteil von 36,4 Prozent soll weiterhin direkt in Immobilien investiert werden (Vorjahr: 40 Prozent). Anlagen über ganz Europa betragen 28,2 Prozent (Vorjahr: 24,30 Prozent). Neuinvestitionen sollen jedoch zu 67,5 Prozent nach Deutschland (Vorjahr: 63,5 Prozent) und zu 5,7 Prozent (Vorjahr: 5,7 Prozent) nach Nordamerika fließen.

Neuanlagen in den restlichen Teilen Europas verlieren gegenüber dem Bestand von 28,2 Prozent auf 22,5 Prozent. Interessant ist laut Universal-Investment der Ausblick.

Anteil der Wohnimmobilien soll sich verdoppeln

Bei den geplanten Neuinvestitionen stehen vor allem Wohnimmobilien im Fokus. Ihr Anteil soll sich gegenüber einem Bestand von 18,5 Prozent mit geplanten 37,9 Prozent verdoppeln. Im Vorjahr lag der Bestand noch bei 19 Prozent und sollte moderat auf 21 Prozent angehoben werden.

Gleichzeitig verlieren bei den Neuinvestitionen Büroimmobilien ihre historische Führungsposition und liegen hinter Wohnen mit 36,4 Prozent der geplanten Neuanlagen (Bestand: 47,4 Prozent) nur noch auf Platz zwei.

Logistikimmobilien bleiben in der Gunst bei 6,7 Prozent für Neuinvestitionen nahezu unverändert (Bestand: 6,8 Prozent). Einzelhandelsimmobilien verlieren ebenfalls gegenüber einem Bestand von 26,7 Prozent auf 18,5 Prozent bei Neuanlagen deutlich.

An der im September 2015 abgeschlossenen Umfrage haben sich institutionelle Investoren wie Pensionseinrichtungen und Versicherungen mit einem verwalteten Gesamtvermögen von über 100 Milliarden Euro beteiligt. Das Immobilienkapital der Befragten liegt bei acht Milliarden Euro.

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Schlagworte zum Thema:  Investition, Immobilien, Wohnimmobilien, Expo Real

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