28.05.2015 | Halle

In Sachsen-Anhalt wächst der Leerstand im Einzelhandel auch in Citylagen

In Halle stehen auch Filialgeschäfte leer
Bild: gubheinicke ⁄

In Sachsen-Anhalt haben seit Jahresbeginn etliche kleine Geschäfte geschlossen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau. Betroffen sind demnach nicht nur Läden in Dörfern, sondern auch in bester Citylage. In Halle etwa stehen in der Fußgängerzone auch Filialgeschäfte leer oder wechselten den Standort.

Die Gründe seien unterschiedlich, ebenso wie die Kaufkraft in den Regionen. Leerstand schade aber der Attraktivität von Kommunen auf Dauer, so Antje Bauer, Geschäftsführerin für Einzelhandelsfragen bei der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau. Das größte Sorgenkind sei der Fachhandel.

Nötig seien fundierte Einzelhandelskonzepte für die Innenstädte und Regionen mit einem Branchenmix. Nach Ansicht des Handelsverbandes von Sachsen-Anhalt mit Sitz in Magdeburg geht es um noch viel mehr, damit Kunden nicht in die Einkaufs- oder Outletcenter auf der grünen Wiese fahren. "Innenstädte müssen gut erreichbar, sauber, gut beleuchtet sein und Parkplätze haben", sagte Verbandschef Knut Bernsen, "die Städte leben auch von Käufern aus dem Umland".

Sachsen-Anhalts Einzelhändler haben nach Verbandsangaben 2014 einen Umsatz von etwa zwölf Milliarden Euro erwirtschaftet, etwas mehr als 2013. Etwa 70.000 Menschen seien im Einzelhandel tätig.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Einzelhandel

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