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In Niedersachsen wird Wohnraum knapp und teurer

Hannover: Besonders betroffen von der Wohnungsknappheit sind die Großstädte
Bild: Birgit ⁄

Die Wohnungsmieten und Hauspreise in Niedersachsen ziehen auch in diesem Jahr weiter an. Das geht aus der Wohnungsmarktbeobachtung der NBank hervor. In den vergangenen drei Jahren stiegen die Mieten um fünf Prozent. Vor allem in Städten wird preiswerter Wohnraum knapp.

Stabil hingegen bleiben die Grundstückspreise und die Zinssätze für Baukredite. Obwohl die Bevölkerung in Niedersachsen zwar insgesamt leicht schrumpfen wird, prognostizieren die Experten einen steigenden Bedarf an Wohnraum in den Ballungsräumen, wo mit einem Bevölkerungsplus gerechnet wird.

Jeder zehnte Haushalt auf Sozialzuschuss angewiesen

Zwar ziehen Hauspreise und Mieten in Niedersachsen nur leicht an. In den Großstädten aber haben es Menschen mit kleinen Einkommen immer schwerer, eine Wohnung zu finden. Experten rufen die Politik daher zu kreativen Lösungen bei der Schaffung von preiswertem Wohnraum auf.

Mittlerweile jeder zehnte Haushalt ist auf einen Sozialzuschuss zur Miete angewiesen. Betroffen sind vor allem die großen Städte. Auf die Großstädte sowie das südliche Hamburger Umland und das Oldenburger Münsterland entfällt die Hälfte des Bedarfs an neuen Wohnungen, der bis zum Jahr 2030 auf 324.000 beziffert wird. Der Bauwirtschaft und Privatinvestoren eröffnet dies nach der Studie ein jährliches Potenzial von vier Milliarden Euro.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Mietpreis

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