11.09.2014 | immowelt.de

In Mittelstädten Sparpotenzial für WG-Zimmer am größten

In Karslruhe sind WG-Zimmer besonders erschwinglich
Bild: Renate Hermesmeier ⁄

In fast allen Unistädten lohnt sich der Einzug in eine Wohngemeinschaft. Die Mietpreise für WG-taugliche Wohnungen liegen um bis zu 32 Prozent unter denen für Single-Wohnungen. Das zeigt der Mietpreis-Check des Internetportals immowelt.de. Größtes Sparpotenzial bieten mittelgroße Städte, allen voran Karlsruhe, Trier und Gießen.

Wer sich in Karlsruhe den Traum von der eigenen Wohnung erfüllen möchte, zahlt für eine bis zu 40 Quadratmeter große Wohnung im Mittel 13 Euro pro Quadratmeter. Studenten, die sich für eine WG entscheiden, zahlen für WG-taugliche Wohnungen mit 80 bis 120 Quadratmetern 8,80 Euro – eine Ersparnis von 32 Prozent.

Auch in Trier schont das Wohnen in der WG den Geldbeutel deutlich. Während die Angebotspreise in Single-Wohnungen bei 10,10 Euro pro Quadratmeter liegen, zahlen WG-Bewohner mit 7,10 Euro immerhin 30 Prozent weniger.

Zu den Unistädten mit dem größten Sparpotenzial für WGs zählen neben den beiden Spitzenreitern auch Gießen, Paderborn und Erlangen (je 29 Prozent). Dass die Mieten für Single-Apartments meist deutlich teurer sind als die für größere Wohnung, liegt am geringen Angebot. In der WG wohnen Studenten nicht nur günstiger, weil sie sich die Miete für Gemeinschaftsräume wie Küche und Bad mit anderen teilen. Sie sparen häufig auch durch die niedrigeren Quadratmeterpreise für große Wohnungen.

Günstigste Singlebuden liegen in NRW und dem Osten

Das Ruhrgebiet vollzieht vielerorts den Strukturwandel vom Kohleabbaugebiet zum modernen Dienstleistungs- und High-Tech-Standort, der Wohnungsmarkt ist in etlichen Unistädten NRWs trotzdem noch relativ entspannt. Davon profitieren Studenten, die gerne allein leben möchten. Wer beispielsweise in Duisburg in eine Studentenbude zieht, zahlt sechs Euro pro Quadratmeter, in Bochum sind es 6,50 Euro und in Dortmund 6,80 Euro.

Auch Leipzig und Halle sind für Studenten verhältnismäßig günstige Wohnorte. Die nach wie vor recht hohe Zahl unsanierter Altbauten sorgt in beiden Städten für vergleichsweise moderate Preise. Wer in Leipzig in einem eigenen Apartment mit bis zu 40 Quadratmetern Wohnfläche wohnt, zahlt 6,20 Euro pro Quadratmeter, in Halle sind es 7,10 Euro.

München weiter teuerste Unistadt

Die Top 5 der teuersten Unistädte Deutschlands bietet kaum Überraschungen. Spitzenreiter bei den Mietpreisen für Single-Apartments ist weiterhin München mit 17,80 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Stuttgart (14,10 Euro), Frankfurt am Main (13,60 Euro), Karlsruhe (13,00 Euro) und Freiburg (12,70 Euro).

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