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Wohnungsleerstand: Große regionale Unterschiede

In Leipzig stehen zwölf Prozent der Wohnungen leer
Bild: LTM GmbH / Michael Bader

Nur jede dritte Kommune in Deutschland hat einen "angemessenen" Wohnungsleerstand. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). In einem Viertel der Kommunen liegt der Leerstand zwischen drei und fünf Prozent, in Hamburg sogar nur bei zwei Prozent. In fünf Prozent der Kommunen stehen zehn Prozent der Wohnungen leer, in Leipzig sogar zwölf Prozent.

Insgesamt haben die Forscher 1,32 Millionen leerstehende Wohnungen gezählt, die sich regional sehr unterschiedlich verteilen. Im Westen liegt der durchschnittliche Leerstand demnach bei 3,3 Prozent, im Osten bei 7,6 Prozent.

Für Hamburg bedeutet zwei Prozent Leerstand Wohnungsnot, während Leipzig mit zwölf Prozent Leerstand noch nicht akut von Wohnungsknappheit betroffen ist. Den Studien-Autoren zufolge ist Leipzig allerdings ein Sonderfall. Selbst hier habe sich seit der bundesweiten Erhebung von 2011 der Leerstand wegen des rapiden Bevölkerungswachstums halbiert. Auch in Hamburg, Berlin und München dürfte sich die Wohnungsknappheit seither verschärft haben.

Die Leerstandsquoten sagen den Studienautoren zufolge nichts über das Angebot an preisgünstigen Wohnungen aus: Sozialer Wohnungsbau wäre in vielen Städten nötig, um die Versorgung für alle sicherzustellen.

Schlagworte zum Thema:  Leerstand, Wohnung

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