11.02.2014 | IMX

Angebotsmieten steigen im Januar deutlich um 1,1 Prozentpunkte

Die Kaufpreise für Neubauwohnungen legten um 0,9 Prozentpunkte zu
Bild: Andreas Morlok ⁄

Mit einem Plus von 1,1 Prozentpunkten legten die Angebotsmieten im Januar deutlich stärker zu als in den vergangenen Monaten. Zu diesem Ergebnis kommt der Preisindex IMX von ImmobilienScout24. Mit 0,3 Prozentpunkten fallen die Zuwächse bei Bestandswohnungen dabei weit geringer aus als im Neubaubereich. Die Kaufpreise für Neubauwohnungen legten um 0,9 Prozentpunkte zu.

Kurzfristig werden die Mieten für Wohnungen in Deutschland weiter moderat steigen. Hierbei handelt es sich ImmobilienScout24 zufolge um einen saisonalen Effekt, der sich mittelfristig nicht im gleichen Maße fortsetzen wird. Dann werden die Preisanstiege wieder geringer ausfallen. Möglich sei aber auch, dass dies ein Effekt der angekündigten Mietpreisbremse ist.

In den Metropolen werden im Mietmarkt moderate bis mittlere Zuwächse zwischen 0,3 (Hamburg und München) und 0,6 Prozentpunkten (Berlin und Köln) beobachtet. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Angebotsmieten der Großstädte auf lange Sicht wieder eher seitwärts bewegen werden. Dies gilt nach wie vor nicht für Berlin: Hier ist das Limit noch nicht erreicht.

Angebotspreise für neu gebaute Wohnhäuser geben leicht nach

Erstmals seit Herbst 2011 geben die Angebotspreise für neu gebaute Wohnhäuser in Deutschland leicht nach. Der Index ging um 0,2 Prozentpunkte leicht zurück. Ein Blick auf die Indizes zeigt jedoch, dass es sich vermutlich um eine kurzzeitige handelt: Sämtliche andere Preiskurven für den Kaufbereich bewegen sich im Bundesschnitt weiter nach oben. Prognose: In naher Zukunft ist mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen.

Im Gebäudebestand für Wohnhäuser setzt sich die Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate fort. Auch diesmal beträgt die Steigerung lediglich 0,2 Prozentpunkte. Prognose: Dieser Trend wird auch in den kommenden Monaten anhalten.

Mit 0,9 Prozentpunkten legen Neubauwohnungen am stärksten zu. Dass Immobilienmärkte immer regional funktionieren, zeigt sich in diesem Monat wieder einmal deutlich: Während sich Eigentumswohnungen in Hamburg, Berlin und Frankfurt am Main um einen Prozentpunkt und mehr verteuern, sinken die Angebotspreise in Köln und München in gleichem Maße. Dieses differenzierte Bild ist auch für die kommenden Monate zu erwarten, denn nicht mehr in allen Lagen lässt sich jeder beliebige Preis für Wohneigentum durchsetzen.

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