31.05.2013 | BFW-Konjunkturumfrage

Immobilienwirtschaft beurteilt Geschäftslage weitgehend positiv

31 Prozent der Unternehmen erwarten weitere Aufhellung der Geschäftslage
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

67 Prozent der Immobilienunternehmen gehen von einer gleichbleibenden Entwicklung der Geschäftslage bis zum Jahresende 2013 aus. Das zeigt die Frühjahrsumfrage des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. 31 Prozent rechnen sogar mit Verbesserungen.

Zwei Prozent stellen sich auf eine Abkühlung der Lage ein. "Entgegen der gedämpften Konjunkturprognose für die deutsche Wirtschaft erwarten die BFW-Unternehmen eine konstant positive Entwicklung bis in das Jahr 2014 hinein", so BFW-Präsident Walter Rasch.

Was die Immobilienwirtschaft derzeit beflügle, seien die Niedrigzinsen: Dies motiviere rund die Hälfte der BFW-Unternehmen, ihre Aktivitäten im Bereich Wohnungsneubau in den Jahren 2013 und 2014 weiter auszubauen. "Dieses Konstrukt ist aber gefährdet, sobald die Zinsen wieder steigen und der baupolitische Rahmen nicht entsprechend angepasst wird", so Rasch weiter.

Wenn mehr bezahlbarer Wohnraum in Deutschland geschaffen werden solle, müssten baupolitische Rahmenbedingungen geschaffen werden, die losgelöst von niedrigen Zinsen den Bau von Wohnraum fördern. Auch Verschärfungen in der Energieeinsparverordnung wirken sich kostensteigernd aus.

Ergebnisse der Konjunkturumfrage Frühjahr 2013 im Überblick

Für das Jahr 2013 sehen 36 Prozent der BFW-Mitgliedsunternehmen steigende und 44 Prozent gleich bleibende Gewinne. 19 Prozent stellen sich auf sinkende Gewinne ein. Insgesamt rechnen 44 Prozent mit steigenden Umsätzen, während zwölf Prozent sinkende Umsätze befürchten. Weitere 44 Prozent gehen von gleich bleibenden Umsätzen aus.

83 Prozent der BFW-Mitgliedsunternehmen sehen für 2013 eine Steigerung der Kaufpreise für neugebaute Wohnungen, während 16 Prozent konstante Preise erwarten. Allerdings rechnet der Großteil (80 Prozent) der letzteren Gruppe mit Kostensteigerungen bei Bauland, was wiederum die Endpreise in die Höhe treibt. Auf konstante Grundstückspreise vertrauen nur 19 Prozent. Auch bei Bestandswohnungen erwarten 66 Prozent der BFW-Mitgliedsunternehmen steigende Kaufpreise. 32 Prozent rechnen mit konstanten Preisen.

Bei den Mietwohnungen erwartet mehr als die Hälfte der der Befragten sinkende Leerstandsquoten. Was die Immobilienfinanzierung angeht, sehen 67 Prozent derer, die Kredite nutzen, keine Änderungen bei den Anforderungen der Kreditvergabe. 27 Prozent empfinden die Kreditvergabe als noch schwieriger als zuvor. Für die nächsten Monate erwarten 24 Prozent eine zunehmende Verschlechterung.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienwirtschaft, Immobiliendienstleister

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