07.10.2013 | Deloitte-Studie

Immobilienunternehmen verbessern Finanzreportings deutlich

Finanzreporting: Untersucht wurden 86 Unternehmen aus 13 europäischen Ländern
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Finanzberichterstattung der europäischen Immobilienfirmen ist einer Deloitte-Studie zufolge einen großen Schritt weiter: Mehr als ein Viertel der Unternehmen weist einen Score von rund 70 Prozent auf. Die Bewertung der zwölf beteiligten deutschen Unternehmen lag leicht über Vorjahresniveau.

Nach Ländern betrachtet fallen vor allem die Fortschritte schweizerischer, britischer, französischer, belgischer und niederländischer Immobiliengesellschaften auf. Bei den Awards steht Großbritannien mit 14 an der Spitze, gefolgt von Frankreich mit sieben. Deutsche Unternehmen konnten sechs Awards für sich verbuchen. Insgesamt wurden in diesem Jahr 18 Gold-, 14 Silber- und elf Bronze-Awards verliehen. Die Zahl der Unternehmen mit einem Score von mehr als 70 Prozent stieg gegenüber dem Vorjahr um acht, die Zahl derjenigen mit weniger als 30 Prozent sank um sieben auf jetzt 17. Doppelt so viele Unternehmen wie vor einem Jahr verzeichnen einen Bewertungs-Score von mehr als 90 Prozent.

EPRA Performance Measures: Fortschritte bei allen Kennzahlen

Die EPRA Best Practice Recommendations beziehen sich auf drei Kernbereiche: die EPRA Performance Measures (EPRA Earnings, NAV, NNNAV, Yield sowie die Vacancy Rate), das Investment Property Reporting sowie zusätzliche Angaben für eine größere Transparenz in der Finanzberichterstattung.

Bei allen Kriterien sind Fortschritte festzustellen. 79 Prozent der Unternehmen veröffentlichten mindestens einen der EPRA Performance Measures: 56 Prozent den EPRA EPS – sieben Prozent mehr als 2011/2012. 73 Prozent berücksichtigen den EPRA NAV – elf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Adaption des EPRA NNNAV stieg um fünf Prozent. Die Angabe der EPRA Net Initial Yield fand bei 37 Prozent der Unternehmen Beachtung (2011/2012 waren es nur 28 Prozent) und der Anteil derer, welche die EPRA Vacancy Rate adaptieren, liegt bei 38 Prozent.

Investment Property Reporting: gebremstes Engagement

Beim Investment Property Reporting fällt ein geringeres Engagement der Immobiliengesellschaften auf: Die Publikation der Steigerung von Mieteinnahmen auf einer "Like-for-like-Basis" bleibt hinter der Entwicklung bei den Key Performance Measures zurück.

Immerhin ist aber bei der Angabe dieser Kennzahl eine Steigerung um acht Prozentpunkte auf nunmehr 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Kaum verändert hat sich der Status bei bewertungsrelevanten Informationen – er stagniert jedoch auf hohem Niveau.

Der EPRA Annual Report Survey von Deloitte vertritt die Interessen europäischer, kapitalmarktorientierter Immobiliengesellschaften und setzt sich für konsistente, transparente Finanzberichterstattung ein. Die Umsetzung von deren Best Practices Recommendations (BPR) wird jährlich prämiert. In diesem Jahr wurden 86 gelistete Unternehmen aus 13 europäischen Ländern untersucht. Deutlich gestiegen ist auch der Anteil der Unternehmen, die den EPRA NAV (Net Asset Value) adaptieren.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Finanzreporting, Expo Real

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