| Dr. Zitelmann

Immobilienunternehmen unterschätzen Internet

Suchmaschinenoptimierung wird in vielen Unternehmen nachlässig behandelt
Bild: Michael Bamberger

59 Prozent der Immobilienunternehmen haben keine Online-Strategie. Das ist ein Ergebnis einer Studie von Dr. Zitelmann im Auftrag der Skjerven Group und Realbest. Weniger als ein Drittel der Unternehmen hat sich mit Suchmaschinenoptimierung und Social Media intensiv befasst, weniger als ein Viertel mit Suchmaschinen-Marketing.

Weniger als fünf Prozent der 119 Immobilienunternehmen haben sich gründlich mit dem Thema Crowdfunding beschäftigt. Nur ein Fünftel der Befragten glauben, dass sie deutlich besser als die meisten der Wettbewerber sind.

30 Prozent räumen ein, dass viele Wettbewerber weiter sind als sie selbst. Jeder zweite sieht sich zwar mit Blick auf Internetthemen im Mittelfeld der Immobilienbranche, unterschätzt aber das Themas.

Bei vielen Unternehmen ist unklar, wer sich überhaupt mit Online-Themen befassen soll. 29 Prozent sagen, das Thema sei bei der Geschäftsführung angesiedelt. 14 Prozent der Befragten überlassen das wichtige Online-Thema ihren Assistentinnen. Weitere 13 Prozent geben an, dass "niemand Bestimmtes" für das Online-Thema zuständig sei.

Immerhin 37 Prozent sagen, für das Online-Thema gebe es eine "eigene Abteilung". Und acht Prozent der Befragten gaben an, ein externes Beratungsunternehmen sei für die Online-Themen zuständig.

Social Media unterschätzt
"Insbesondere die Bedeutung der sozialen Medien wird erheblich unterschätzt", so Einar Skjerven, Geschäftsführer der Skjerven Group. Weniger als ein Drittel der Befragten erklärte, Facebook sei für sie ein wichtiger Kommunikationskanal. Die Mehrheit der Befragten glaubt, Facebook sei für ihr Unternehmen unwichtig.

"Offenbar erkennen die Immobilienunternehmen nicht, dass Facebook schon heute ein sehr erfolgreicher Vertriebskanal ist und in Zukunft sogar noch erheblich an Bedeutung im Business-to-Costumer-Bereich gewinnen wird", so Skjerven.

Vielen Unternehmen ist es gleichgültig, ob ein potenzieller Kunde sie findet, wenn er bestimmte Suchbegriffe bei Google eingibt. 40 Prozent der Befragten sind sich nicht sicher oder haben noch nie geprüft, ob ihr Unternehmen gefunden wird, wenn ein Nutzer relevante Suchbegriffe eingibt. 59 Prozent behaupten, sie wüssten, durch welche Suchanfragen ihr Unternehmen bei Google auffindbar ist - aber nur die wenigsten tun aktiv etwas dafür, dass sie bei Eingabe relevanter Keywords auf den ersten Google-Seiten erscheinen.

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