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Zentralisiertes Immobilienmanagement kann Kosten um zehn Prozent senken

Rund drei Milliarden Euro hätten die Unternehmen laut Studie einsparen können
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

CBRE hat erstmals in einer Untersuchung das Immobilienmanagement der DAX-30-Unternehmen ausgewertet. Demnach beziffert CBRE die operativen Kosten zur Bewirtschaftung der Immobilien jährlich auf rund 30 Milliarden Euro. Darunter fallen Instandhaltungskosten oder Mieten. Durch eine Zentralisierung des Immobilienmanagements könnten mindestens zehn Prozent der Kosten eingespart werden, so die Studie.

Demnach hätten die Unternehmen 2014 rund drei Milliarden Euro einsparen können. Das entspricht fünf Prozent des Profits der DAX-30-Unternehmen im Geschäftsjahr 2014.

"Unternehmen verfolgen bei ihren weltweiten Immobilienportfolios nicht immer einen strategischen Ansatz. Die globale Datentransparenz ist oftmals nicht ausreichend", so Martina Williams, Head of Client Solutions Germany & Continental Europe. Dadurch könnten Kostensenkungspotenziale nicht voll ausgeschöpft werden.

Kosten für Mieten können deutlich gesenkt werden

"Je nach Art und bestehendem Management des Portfolios können die Mietkosten wesentlich gesenkt werden. Dabei sind häufig Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich möglich", so Williams. Dabei ist unter anderem der richtige Zeitpunkt für Mietvertragsverhandlungen wichtig.

Wesentlich sei eine permanente datengestützte Marktbeobachtung und ein regelmäßiges Abgleichen der aktuellen vertraglichen Verpflichtungen versus den herrschenden Marktkonditionen gerade in volatilen Märkten, um zum richtigen Zeitpunkt den Mietvertrag neu zu verhandeln und Kosten zu senken.

Auch Flächen- und Standortoptimierungen sind strategisch wichtige Entscheidungen mit langfristigem Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Aus der Sicht des Immobilienmanagements bestehen hier ebenfalls wichtige Einsparungsansätze wie Standortkonsolidierungen, Erhöhungen der Büroflächennutzung und Produktivität sowie Verlagerung von Unternehmenseinheiten an kostengünstigere Standorte.

"Das erfordert auch Investitionen", sagt Williams. Internationale Unternehmen wägen immer häufiger ab, an welchen Standorten die Ansiedlung von Geschäftseinheiten, Back-Office und Administration sinnvoll ist und welche Standorte im globalen Wettbewerb um Personal besonders attraktiv sind.

Professionalisierung ebenfalls kostensenkend

CBRE hat als Einsparpotenzial rund 25 Prozent der Gesamtkosten errechnet.

So können Energiekosten gesenkt werden, indem das Portfolio gebündelt und beim Einkauf entsprechend der Energie-Partner gewählt wird. Insbesondere die präventive Instandhaltungsplanung wird oft unterschätzt.

Professionelles Immobilienmanagement ist vor allem bei den global aktiven Unternehmen unerlässlich. Bei den weltweit verstreuten Immobilienbeständen fehlt es jedoch oftmals an Datentransparenz und an einer strategischen Steuerung der betriebsnotwendigen und nicht-betriebsnotwendigen Immobilien.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienmanagement

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