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Immobilienmärkte profitieren von EZB-Staatsanleihenkauf

Ampeln für Immobilieninvestoren stehen nach der EZB-Entscheidung auf grün
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Interesse von Investoren an deutschen Gewerbeimmobilien wird dem Immobilienberater CBRE zufolge durch das Ankaufsprogramm von Staatsanleihen der EZB deutlich steigen. Ein wesentlicher Markttreiber sei die Renditedifferenz von rund vier Prozentpunkten bei etwa Core-Büroobjekten gegenüber der Rendite bundesdeutscher Staatsanleihen.

"Die Ampeln für Immobilieninvestoren in Deutschland stehen nach der EZB-Entscheidung auf grün", so Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE Deutschland. Vor allem internationale Investoren, die bereits 2014 für 50 Prozent der Investitionen standen, würden ihr Engagement in Deutschland weiter ausbauen.

Im gewerblichen Bereich dürfte 2015 das Investitionsvolumen deutlich über 40 Milliarden Euro liegen. Die Investoren werden aus Deutschland, den angelsächsischen Ländern und dem asiatischen Raum kommen, so Klein weiter.

Auch das Interesse an Einzelhandels- und Logistikobjekten wird weiter zunehmen. Die Spitzenrenditen dieser Immobilientypen liegen noch einmal 1,5 bis knapp zwei Prozentpunkte höher verglichen mit erstklassigen Büroimmobilien.

Renditen bleiben unter Druck

"Wir erwarten eine weitere Renditekompression bei erstklassigen Büroimmobilien", sagt Stefan Gunkel, Head of Valuation bei CBRE. Einen drastischen Rückgang der Renditen werde es hingegen nicht geben. Die Renditen bei erstklassigen Immobilien im Bürosegment dürften allenfalls um rund einen Viertel Prozentpunkt im Jahr 2015 sinken. Auch in den B-Standorten und den B-Lagen sei mit sinkenden Renditen zu rechnen.

Keine Preisblasen erkennbar

An den Immobilienmärkten sieht CBRE keine Gefahr von Preisblasen. Es seien hauptsächlich langfristig orientierte Investoren aktiv und die Finanzierungsstrukturen beruhen auf einem hohen Eigenkapitalanteil. Im Vergleich zu den Boomjahren 2006/2007 schützt der deutlich konservativere Fremdkapitaleinsatz vor Marktverzerrungen. "Die Transaktionen erfolgen zu realistischen Marktpreisen", erklärt Klein.

Eine der größten Sorgen deutscher Investoren sind die negativen Folgen einer vermeintlichen Liquiditätsschwemme.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Gewerbeimmobilien, Staatsanleihen

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