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Banken verkaufen Immobilienkredite im Wert von 7,5 Milliarden Euro

Der Markt für Kreditverkäufe in Deutschland entwickelt sich anders als im Rest Europas
Bild: Haufe Online Redaktion

Nach Angaben des Immobiliendienstleisters CBRE haben europäische Banken im Verlauf des Jahres 2012 gewerbliche Immobilienkredite im Wert von mehr als 7,5 Milliarden Euro öffentlich verkauft. Bei 14 Transaktionen wurden ertragreiche und notleidende Kredite abgewickelt.

Bei sechs Verkäufen handelte es sich um Vermögenswerte, die ausschließlich in Großbritannien und Irland angesiedelt sind. Zusammen mit dem von der Lloyds Banking Group vor kurzem gemeldeten Verkauf eines Portfolios mit vorwiegend irischen Schulden im Wert von zwei Milliarden Euro und bestehend aus über 700 einzelnen Immobilienkrediten, geht CBRE davon aus, dass derzeit mehr als elf Milliarden Euro an Darlehen, die sich in neun Portfolien unterteilen, von europäischen Banken vermarktet werden.

"In diesem Jahr wurden sowohl ertragreiche als auch notleidende Kreditportfolien von europäischen Banken in ihrem Bestreben, das Immobilienrisiko zu verringern, erfolgreich abgewickelt", sagt Dirk Richolt, Head of Real Estate Finance bei CBRE in Deutschland. Der Markt für Kreditverkäufe in Deutschland entwickle sich grundlegend anders als im Rest Europas. "In der Summe liegen Käufer und Verkäufer in der Preisfindung deutlich stärker auseinander als in anderen Ländern", so Richolt weitere. Ob die neue Insolvenzrechtsnovelle die Verwertung in Zukunft erleichtert und damit bessere Preise ermöglicht, müsse sich noch zeigen.

Im Jahr 2011 hat das Debt Advisory Team von CBRE den Abschluss von mehr als 20 Kreditverkäufen europäischer Banken verzeichnet. Das entspricht einer Fremdfinanzierung für Immobilien im Wert von mehr als 20 Milliarden Euro. Dazu gehörten auch die Verkäufe, die als Projekt Isobel und Projekt Royal bekannt sind und im Wesentlichen im Jahr 2011 abgeschlossen wurden.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienkredit

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