Das Immobilienklima fühlt sich im Dezember der Jahreszeit entsprechend an Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das Immobilienklima wird von Experten im Dezember negativer bewertet als im November: In der aktuellen Befragung des Deutsche-Hypo-Index sinkt der Wert um 1,5 Prozent auf 140,1 Zählerpunkte. Das war auch in den Jahren 2008, 2010, 2011 und 2015 so. Im Gegensatz zum Vormonat resultiert die Abnahme im Dezember aus dem Rückgang des Investmentklimas um 3,5 Prozent auf 146 Zählerpunkte. Das Ertragsklima zeigt mit einem Plus von 0,8 Prozent eine positive Entwicklung.

Hatte im November das Wohnklima als einziges Segment noch eine positive Entwicklung aufgewiesen, so müssen im Dezember alle Segmente Verluste verzeichnen. Mit einem Minus von zwei Prozent auf 142 Zählerpunkte wurden beim Büroklima die stärksten Verluste registriert. Der geringste Rückgang ist beim Hotelklima feststellbar. Es verschlechterte sich nur um 0,8 Prozent und liegt aktuell bei 140,7 Zählerpunkten. Das Logistikklima sinkt um 0,9 Prozent auf 146,6 Zählerpunkte, das Wohnklima um 1,3 Prozent auf 165,7 Zählerpunkte und das Handelsklima um 1,2 Prozent auf 118,7 Zählerpunkte.

Handelsklima verliert deutlich – Immobilienkonjunktur gibt leicht nach

Im Ranking der Segmente bleibt alles beim Alten. Das Wohnklima führt vor Logistik, Büro, Hotel und Handel. Im Vergleich zum Vorjahreswert zeigt das Büroklima als einziges Segment eine positive Entwicklung (plus 2,8 Prozent). Die Werte für das Wohnklima (plus 0,1 Prozent), das Hotelklima (minus 0,2 Prozent) und das Logistikklima (minus 0,5 Prozent) sind weitestgehend stabil geblieben. Deutlicher Verlierer des Jahres ist mit einem Rückgang um 9,1 Prozent das Handelsklima.

Während die Immobilienkonjunktur in den vergangenen drei Jahren zum Jahresende stets noch mal zugenommen hat, ist sie im Dezember 2016 leicht um minus 0,6 Prozent gesunken und erreicht zum Jahresende 280,8 Zählerpunkte.

Oktober so optimistisch bewertet wie lange nicht

Die Immobilienexperten schätzten bei der Oktoberbefragung für den Deutsche-Hypo-Index die Lage noch so gut ein wie lange nicht: Der Wert für das Immobilienklima stieg damals gegenüber September um 6,5 Prozent auf 143,6 Punkte. Die höchste Steigerung im zeigte im Oktober das Büroklima mit einem Plus von 9,5 Prozent auf 146,3 Zählerpunkte – laut Deutsche Hypo ein neues Allzeithoch, denn über der 140-Punkte-Marke lag das Büroklima zuletzt im Mai 2011. Im August war in diesem Segment anscheinend Sommerflaute. Mit 150,3 Zählerpunkten (plus 6,5 Prozent) erreichte das Logistikklima einen Jahreshöchstwert. Nur im März 2015 wurde mit 153 Zählerpunkten ein höherer Wert registriert.

Wohnklima im Oktober nur mit geringem Zuwachs – Konjunktur mit Bestwert

Beim seit Ende 2015 erhobenen Hotelklima wurde im Oktober mit 144,7 Zählerpunkten (plus 6,6 Prozent) ein absoluter Höchstwert verzeichnet. Mit einem Plus von 5,6 Prozent stand das Handelsklima bei 123,5 Zählerpunkten. Eine vergleichsweise unspektakuläre Entwicklung war beim Wohnklima erkennbar: Mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent auf 164,3 Zählerpunkte.

Die Immobilienkonjunktur konnte im Oktober 2016 zum dritten Mal in Folge einen Anstieg verzeichnen. Mit einem leichten Plus von 0,9 Prozent kletterte der Kompositindikator auf 283,5 Indexpunkte und erzielt damit ein neues Allzeithoch.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienkonjunktur, Expo Real

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