Immobilienklima: Deutsche-Hypo-Index sinkt weiter

Dem Wohnimmobilienmarkt geht es noch gut. Doch insgesamt hat die Stimmung in der Branche nachgelassen, und das im dritten Monat in Folge seit März. Auch im Mai verschlechterte sich die Lagebeschreibung der Immobilienmarktakteure im Deutsche-Hypo-Index.

Der Rückgang im Mai gegenüber April schwächte sich der Deutschen Hypo zufolge jedoch mit einem leichten Minus von 0,5 Prozent auf 120,9 Punkte etwas ab. Die Teilindizes Investmentklima und Ertragsklima fielen in der Expertenbefragung um 0,4 beziehungsweise 0,6 Prozent.

"Wenn Investoren oder Wohnungsgesellschaften keinen Anreiz haben zu investieren, werden sie das auch nicht tun. Und auch finanzielle Aufwendungen in den Bestand, ..., haben ihren Preis." Sabine Barthauer, Mitglied des Vorstands der Deutschen Hypo zu weiteren Regulierungen des Immobilienmarktes und der Ideologisierung des Themas Wohnen

In absoluten Werten bleibt der Wohnimmobilienmarkt der Spitzenreiter, allerdings mit nur noch einem minimalen Anstieg um 0,2 Prozent auf nun 145,4 Punkte. Deutlich zugelegt haben das Hotelklima (6,5 Prozent) auf 119,5 Punkte, das damit wieder annähernd auf Jahresanfangsniveau liegt, gefolgt vom Logistikklima (plus 1,8 Prozent) mit aktuell 143,7 Punkten. Damit hat der Bereich Logistik das Segment Büro überholt: Das Büroklima (138,5 Punkte) ging um 2,7 Prozent zurück. Unauffällig ist hingegen die Stimmung der Experten im Segment Handelsimmobilien: Nach einer Aufhellung im Vormonat kann das Niveau laut der Deutschen Hypo mit 69,6 Punkten (minus 0,5 Prozent) nahezu gehalten werden.

Immobilienkonjunktur hellt sich auf

Die Immobilienkonjunktur in Deutschland zeigt im ersten Quartal 2019 eine deutliche Aufhellung: Der Deutsche Hypo Real Estate Economy Index (REECOX) erreicht zum Jahresauftakt 303,4 Punkte und steigt damit gegenüber dem Jahresende 2018 um zwei Prozent. Diese Entwicklung ist der Deutschen Hypo zufolge insbesondere auf die positive Entwicklung von DAX und DIMAX zurückzuführen, die im ersten Quartal 2019 um 9,2 beziehungsweise 11,9 Prozent zugelegt haben.

"Mit seiner anhaltenden Wachstumsdynamik steht der Berliner Immobilienmarkt besonders im Fokus. Die jüngst eröffnete Enteignungsdebatte kommt da zur Unzeit und kann die seit Jahren positive Entwicklung Berlins durchaus gefährden." Alexander Firsching, Leiter der Geschäftsstelle Berlin der Deutschen Hypo

In den fünf anderen betrachteten europäischen Märkten (Frankreich, Großbritannien, Polen, Spanien und den Niederlanden) hat sich die Immobilienkonjunktur im Durchschnitt um 1,6 Prozent verbessert. Der Deutsche Hypo Euro-Score, der alle Werte zusammenfasst, liegt nun bei 236,8 Punkten.


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