13.06.2016 | Studie

Immobilienkauf: Schweizer verschulden sich mehr als andere

Bundeshaus in Bern: Die Politik macht sich Sorgen um die Auswirkungen des Verschuldungsgrades auf die Schweizer Wirtschaft.
Bild: Katharine Wieland-Müller/pixelio.de ⁄

Schweizer sind im internationalen Vergleich schwer verschuldet. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht im Auftrag des Schweizer Bundesrats. Demnach handelt es sich bei den Verpflichtungen meistens um Immobilien-Hypotheken.

Gemäß dem Papier ist unsicher, wie sich die hohe Verschuldung auf die Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors und die Schweizer Volkswirtschaft auswirkt, sobald die Zinsen deutlich steigen und die Immobilienpreise sinken.

Die OECD und der IWF haben der Schweiz daher empfohlen, die steuerlichen Anreize zur Verschuldung privater Haushalte zu beheben. Eine Möglichkeit wäre gemäß dem Bericht ein Systemwechsel bei der Eigenmietwertbesteuerung: Auf die Besteuerung des Eigenmietwerts soll verzichtet werden, im Gegenzug könnten die Liegenschaftskosten, insbesondere die Schuldzinsen, nicht mehr von den Steuern abgezogen werden.

In einer Mitteilung erinnert der Bundesrat daran, dass verschiedene Anläufe für einen solchen Systemwechsel in den vergangenen Jahren im Parlament oder in Volksabstimmungen gescheitert sind.

Der Bericht wurde von einer Arbeitsgruppe aus Vertretern der Steuerverwaltung, des Staatssekretariats für Wirtschaft und weiterer Bundesstellen verfasst.

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