10.12.2015 | ImmobilienScout24

Immobilienkauf: Energetischer Zustand nur für 13 Prozent der Deutschen wichtig

Energieausweis: 80 Prozent der Kaufinteressenten fühlen sich kaum oder gar nicht informiert
Bild: epr/Der Hausinspektor

63 Prozent der Deutschen stufen den energetischen Zustand ihrer künftigen Wohnung als wichtig ein. Nur rund 13 Prozent machen den Immobilienerwerb vom energetischen Zustand abhängig. Im Vergleich zu 2014 mit 20 Prozent wird hier sogar ein rückläufiges Interesse deutlich. Zu diesen Ergebnissen kommt das Immobilienbarometer 2015 von ImmobilienScout24. 

Rechneten 2014 noch knapp 57 Prozent aller Umfrageteilnehmer mit Folgeinvestitionen, kalkulieren in diesem Jahr nur noch 49 Prozent mit solchen Ausgaben. Unter denjenigen, die mit Folgekosten rechnen, herrscht allerdings Unklarheit über das Ausmaß. Jeder dritte Immobilienkäufer (30 Prozent) kann die Höhe möglicher Folgekosten nicht beziffern.

Skepsis bezüglich des Energieausweises bleibt

Noch immer fällt der Energieausweis, der für Transparenz beim Immobilienkauf sorgen soll, bei den Umfrageteilnehmern durch. Knapp 80 Prozent der Kaufinteressenten fühlen sich diesbezüglich kaum oder gar nicht informiert.

Nur rund jeder Siebte (14 Prozent) bewertet den Informationsgehalt dieses Dokuments tatsächlich als gut. Kritikpunkt: Mehr als die Hälfte (57 Prozent) aller Umfrageteilnehmer bemängeln, dass der Energieausweis zwar den Energieverbrauch dokumentiert, aber keine Rückschlüsse über den tatsächlichen energetischen Zustand des Objekts zulasse.

Bei der gemeinsamen Umfrage von ImmobilienScout24 und Interhyp wurden im Oktober insgesamt 1.952 Kaufinteressenten von Immobilien befragt.

Schlagworte zum Thema:  Studie, Sanierung

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