12.03.2015 | ImmobilienScout24

18 Prozent der Immobilienkäufer nicht an Wertentwicklung interessiert

21 Prozent der jüngeren Kaufinteressenten können die Wertentwicklung nicht einschätzen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Immer weniger Käufer kümmern sich um die Frage der Wertentwicklung ihrer Immobilie. Das zeigt das "Immobilienbarometer" von Interhyp und ImmobilienScout24. Demnach interessiert etwa jeden fünften angehenden Haus- oder Wohnungserwerber (18 Prozent) die zukünftige Wertentwicklung seiner Immobilie gar nicht oder er tut sich schwer, diese einzuschätzen (16 Prozent).

Gleichzeitig nimmt der Glaube, dass der Wertzuwachs die Inflation ausgleicht, im Vergleich zum letzten Jahr deutlich ab. Im Jahr 2014 ging noch jeder Zweite (51 Prozent) von einem Inflationsausgleich durch einen Immobilienkauf aus. Heute rechnen rund 43 Prozent damit.

Glaubte 2014 jeder Elfte an eine hohe Wertsteigerung, ist es heute jeder neunte Kaufinteressent. Die jüngeren Kaufinteressenten, 18 bis 29 Jahre, können die Wertentwicklung der Immobilien nicht einschätzen (21 Prozent). Allerdings ist dieses Segment auch am zuversichtlichsten im Vergleich zu den übrigen Altersgruppen. 13 Prozent rechnen mit einer deutlichen Wertsteigerung. Gleichzeitig geht aber jeder Sechste (17 Prozent) von Verlusten aus.

Die fünf Haupterwartungen bei der Wertentwicklung der Immobilie

  1. Wertzuwachs, der die Inflation ausgleicht: 43 Prozent (2014: 51 Prozent)
  2. Entwicklung interessiert nicht: 18 Prozent (2014: 15 Prozent)
  3. Entwicklung kann nicht eingeschätzt werden: 16 Prozent (2014: 13 Prozent)
  4. Wertsteigerung: 11 Prozent (2014: 9 Prozent)
  5. Wertverlust: 9 Prozent (2014: 9 Prozent)

Eigennutzer interessiert die Wertentwicklung kaum

Jeder fünfte Eigennutzer (18 Prozent) hat kein Gefühl dafür, wie sich der Wert seiner Immobilie entwickeln wird. Für 22 Prozent der Kaufwilligen spielt das Wertpotential ihres Objektes keine Rolle. Lediglich neun Prozent glauben an eine Wertsteigerung.

Die Mehrheit der Kapitalanleger glaubt im Gegensatz zu den Eigennutzern an eine Wertsteigerung, die die Inflation ausgleicht (58 vers 39 Prozent). Im Jahr 2014 sind noch rund acht Prozent mehr der Investoren von einem Inflationsausgleich ausgegangen. 18 Prozent rechnen mit hohem Wertzuwachs. Nur jeder Vierzehnte (sieben Prozent) geht von Verlusten aus.

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