08.07.2014 | Immobilienbarometer

68 Prozent der Immobilienkäufer legen Wert auf gute Einkaufsmöglichkeiten

Die Top-5-Lagekriterin im Überblick
Bild: ImmobilienScout24

Während es die Selbstnutzer eher an den Stadtrand zieht (54 Prozent), investieren 53 Prozent der Anleger bevorzugt in städtische Immobilien. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Maklerportals ImmobilienScout24 und Interhyp. Unter den Top-5-Lagekriterien rangieren gute Einkaufsmöglichkeiten bei 68 Prozent aller Befragten auf Platz eins.

Auch die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist ein wichtiges Lagekriterium, das von 58 Prozent der befragten Selbstnutzer und Anleger angegeben wurde für die Immobilienwahl.

Beim Punkt „Naturnähe“ gibt es jedoch unterschiedliche Präferenzen: Während fast die Hälfte (45 Prozent) der Eigennutzer großen Wert auf eine grüne Umgebung legt, ist dieser Aspekt für Anleger weniger entscheidend (29 Prozent). Für die meisten Kapitalanleger (53 Prozent) kommt ausschließlich eine Immobilie in der Stadt in Frage.

Nur knapp fünf Prozent der Anleger würde in eine ländliche Immobilie investieren. Dagegen präferiert die Mehrheit der Eigennutzer den grünen Speckgürtel (54 Prozent), nur jeder Dritte will in der Stadt wohnen und würde sich dafür auch verschulden, oder aufs Land ziehen (13 Prozent).

Auch bei den Ausschlusskriterien gibt es große Unterschiede zwischen Selbstnutzern und Immobilienanlegern. Für jeden dritten Eigenheimbesitzer wäre eine Immobilie ohne Garten undenkbar. Insbesondere den Frauen ist das wichtig. Dabei lassen sich die meisten Käufer von Emotionen leiten. Für Anleger ist dieses Kriterium dagegen zweitrangig (11,5 Prozent Zustimmung). Sie achten eher auf bauliche Eigenschaften und möchten keine Immobilie ohne Balkon oder niedrigen Decken (24 bzw. 26 Prozent).

Einig hingegen sind sich alle Käufergruppen darin, dass auf keinen Fall eine große Straße oder problematische Nachbarschaft die Wohn-Idylle stören darf.

Die Top 5-Lagekriterien im Überblick (Selbstnutzer und Anleger)

  1. Gute Einkaufsmöglichkeiten (68 Prozent)
  2. Anbindung an ÖPNV (58 Prozent)
  3. Naturnähe (42 Prozent)
  4. Ärztliche Versorgung (41 Prozent)
  5. Nähe zum Arbeitsplatz (38 Prozent)

Die wichtigsten Ausschlusskriterien (Selbstnutzer und Anleger)

  1. Lärm, z.B. durch große Straße (45 Prozent)
  2. Problematische Nachbarschaft (33 Prozent)
  3. Kein Garten (29 Prozent)
  4. Dunkle Räume / wenig Licht (22 Prozent)
  5. Fehlende Garage / kein Stellplatz (22 Prozent)

Für die Studie wurden im Mai insgesamt 1.129 Kaufinteressenten befragt.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienkauf

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