29.05.2012 | Immobilieninvestitionen

Amerika zeigt beste Performance weltweit

Der Kapitalwertindex für Nord- und Südamerika zeigt die stärkste Verbesserung
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Region Nord- und Südamerika hat weltweit beim Anlagewert für Immobilien am besten abgeschnitten. Zu diesem Ergebnis kommt der CBRE-Kapitalwertindex für das 1. Quartal 2012. Im Vorjahr gab der asiatisch-pazifische Raum das Tempo für Immobilieninvestitionen vor.

„Das Interesse der Anleger an amerikanischen Spitzenimmobilien ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen und spiegelt sich entsprechend im CBRE-Kapitalwertindex für Nord- und Südamerika wider", sagt Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland. Während der positive Ertragszuwachs die rückläufige Entwicklung in europäischen Märkten überdecke, seien in den liquideren Kernmärkten die Kapitalwerte für erstklassige Büroimmobilien stabil geblieben, teilweise auch leicht gestiegen – unter anderem in Deutschland.

Die CBRE-Indizes messen sowohl die Kapitalwerte für Büroimmobilien als auch die Mieten für erstklassige Büroimmobilien weltweit sowie in den drei Hauptregionen. Im Verlauf des vergangenen Jahres sind der weltweite Kapitalwertindex um 5,7 Prozent und der weltweite Mietenindex um 3,4 Prozent gestiegen. Allerdings gab es die meisten Gewinne zu Beginn der Einjahresperiode, da sowohl die Kapitalwerte als auch die Mieten im weiteren Verlauf des Jahres an Aufwärtsdynamik verloren haben.

Investoren bleiben risikoscheu und wählerisch

Der Kapitalwertindex für Nord- und Südamerika hat im ersten Quartal 2012 die stärkste Verbesserung gezeigt und sowohl zu Quartalsgewinnen als auch zu Gewinnen im Jahresvergleich geführt. Anzumerken ist, dass die weltweiten und regionalen CBRE-Kapitalwertindizes für Büroimmobilien das Kapitalwertwachstum für Core-Büroimmobilien messen. Investoren bleiben risikoscheu und sehr wählerisch: Es gibt eine hohe Bereitschaft, Kapital in hochwertige Topimmobilien zu investieren. Trotz der spürbaren Verbesserung liegt der Index immer noch 17,4 Prozent unterhalb seines Spitzenwerts vor der Rezession.

Der Kapitalwertindex für die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) für Büroimmobilien ist im ersten Quartal 2012 um ein Prozent gefallen, liegt jedoch noch 0,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Investoren in dieser Region verhalten sich immer noch zurückhaltend und konzentrieren sich hauptsächlich auf weniger riskante Werte und auf Werte, die in Core- oder Prime-Märkten vorhanden sind.

Asiatisch-pazifischer Kapitalwertindex für Büroimmobilien übertrifft sich selbst

Während die Kapitalwerte für Büroimmobilien sich seit mehreren Jahren erholen, hat nur der asiatisch-pazifische Kapitalwertindex für Büroimmobilien seinen Spitzenwert aus der Zeit vor der Rezession übertroffen und steht nun bei 208,5 Punkte. Im Verhältnis zum Spitzenwert vor der Rezession liegt der Indexwert im ersten Quartal 1,1 Prozent über dem Spitzenwert und hat 31 Prozent vom Wert der Talsohle dieser Rezession (159 Punkte), der im dritten Quartal 2009 verzeichnet wurde, aufgeholt.

Während sich die weltweiten Kapitalwerte für Büroimmobilien kräftig gesteigert haben, erlebt der weltweite Mietermarkt weiterhin nur eine moderate Nachfrage, einen begrenzten Bedarf an Flächenexpansionen und einen geringen Mietpreisanstieg. Der Global Office Rent Index liegt weiterhin 10,2 Prozent unterhalb des Spitzenwertes von 120 Punkten vor der Rezession, und die Verbesserung im vergangenen Jahr war mit einer Wachstumsrate von 3,4 Prozent relativ verhalten.

Seit seinem Tiefpunkt im ersten Quartal 2010 hat der Index mit einem Anstieg um 8,0 Prozent eine sukzessive Erholung erlebt. Die Wachstumsrate hat sich im ersten Quartal 2012 auf zwölf Basispunkte abgeschwächt und spiegelt eine gedämpfte Nutzernachfrage wider. Die Wachstumsrate für den nord- und südamerikanischen Mietenindex seit der Talsohle im vierten Quartal 2010 ist hierbei die schwächste. Trotzdem war auf Quartalsbasis der Mietpreisanstieg im ersten Quartal 2012 der stärkste der drei globalen Regionen.

Der EMEA Rental Index hat weltweit den geringsten Rückgang zwischen Spitzenwert und Talsohle während der Finanzkrise erlebt und liegt nur noch 8,2 Prozent unterhalb des früheren Spitzenwertes vor der Rezession. Während der Asien/Pazifik-Index in früheren Quartalen der Hauptmotor für den globalen Index war, betrug das Wachstum im ersten Quartal nur zwei Basispunkte gegenüber der Vorperiode.

Schlagworte zum Thema:  Immobilieninvestition, Marktanalyse

Aktuell

Meistgelesen