| Immobilienindex IMX

Angebotsmieten steigen durchschnittlich um 0,7 Prozent

In München stiegen die Neuvertragsmieten weit überdurchschnittlich um 1,7 Prozent
Bild: elke hartmann ⁄

Bundesweit sind die Angebotsmieten in den vergangenen drei Monaten um 0,7 Prozent gestiegen. Überdurchschnittliche Preissteigerungen gab es in den großen Metropolen: Am deutlichsten in München, wo die Neuvertragsmieten um 1,7 Prozent teurer wurden. Zu diesem Ergebnis kommt der Preisindex IMX von ImmobilienScout24.

In Berlin, Hamburg und Köln stiegen die Mieten im vierten Quartal 2013 um 1,5 Prozent (Berlin), 1,3 Prozent (Hamburg) beziehungsweise 1,1 (Köln) Prozent. Lediglich in Frankfurt am Main lag der Preisanstieg im selben Zeitraum mit 0,2 Prozent unter dem Bundesschnitt. Der neuerliche Mietpreisanstieg folgt auf eine Phase, in der die Angebotsmieten zuletzt teilweise leicht gesunken sind.

"Wir beobachten in den Mietmärkten der Metropolen derzeit eine Seitwärtsbewegung mit leichten Preissteigerungen, die aber geringer ausfallen, als zu Anfang von 2013. Insbesondere die Entwicklung in Frankfurt zeigt, dass sich die bereits teilweise sehr hohen Angebotspreise am Markt nicht mehr ohne weiteres durchsetzen lassen“, sagt Michael Kiefer, Chefanalyst bei ImmobilienScout24 und Mitglied im Rat der Immobilienweisen.

Dass die Mieten nach der kurzen Entspannung in den Metropolen jetzt wieder steigen, ist laut Kiefer vor allem Folge eines massiven Nachfrageüberhangs.

Preisanstieg für Eigentumswohnungen setzt sich ungebremst fort

Während der Mietmarkt eher "preissensibel" auf die Binnennachfrage reagiert, steigen die Angebotspreise für Eigentumswohnungen kontinuierlich weiter. Bundesweit haben sich Eigentumswohnungen im letzten Quartal 2013 um 1,2 Prozent verteuert. Die höchsten Preissteigerungen gab es in den letzten drei Monaten 2013 in München und Berlin mit 2,5 Prozent beziehungsweise 2,2 Prozent.

"Die weiterhin steigenden Immobilienpreise sind eine direkte Folge der Niedrigzinspolitik. Immobilienkäufer bekommen heute ein 10-jähriges Darlehen für deutlich unter drei Prozent. Diese extrem niedrigen Finanzierungskosten führen dazu, dass Käufer auch von teilweise sehr hohen Preisen nicht abgeschreckt werden“, erklärt Kiefer.

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