18.02.2014 | Feri-Analyse

Immobilienfonds verzeichnen Rückgang von knapp 40 Prozent

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) hat im vergangenen Jahr 135 geschlossene Fonds mit einem Eigenkapital von knapp 3,65 Milliarden Euro gestattet. Immobilienfonds bleiben laut Feri-Analyse mit 37,6 Prozent des Volumens das größte Segment, verzeichnen aber einen Rückgang von 39,9 Prozent. Der Fondsvertrieb an professionelle Investoren wurde dem Branchenverband BSI zufolge gesteigert.

35 Immobilienfonds mit einem prospektierten Eigenkapital von knapp 1,37 Milliarden Euro (2012: 2,28 Milliarden Euro) wurden genehmigt. Bemerkenswert ist, dass von Oktober bis Dezember 2013 erstmals kein einziger Immobilienfonds in einem Quartal genehmigt wurde.

Über alle Segmente hinweg sank das prospektierte Eigenkapital 2013 nur um zwölf Prozent. 2012 betrug der Rückgang gegenüber 2011 noch rund 35 Prozent.

"Die Branche der geschlossenen Fonds befindet sich nach wie vor in einer abwartenden Haltung", sagt Wolfgang Kubatzki, Mitglied der Geschäftsleitung der Ratingagentur Feri. Er geht davon aus, dass viele in der Vergangenheit aktive Initiatoren künftig keine Fonds mehr auflegen werden und sich das vollständige Ausmaß der Marktkonsolidierung der Branche erst im Laufe des Jahres zeigen wird. Der erste Fonds nach der neuen Gesetzgebung wurde Mitte Februar 2014 gestattet.

Geschlossene Fonds kämpfen weiter mit Abflüssen

In der vom Branchenverband BSI veröffentlichten Jahresbilanz sammelten die Emissionshäuser 2013 insgesamt 2,3 Milliarden Euro an Eigenkapital mit Publikumsfonds ein. Das entspricht einem Rückgang um 26 Prozent im Jahresvergleich.

Der Fondsvertrieb an professionelle Investoren wie Banken oder Versicherungen wurde gesteigert: Das Platzierungsvolumen kletterte im Vergleich zum Vorjahr von 1,4 auf 1,9 Milliarden Euro. Zusammen mit dem Publikumsgeschäft ergibt sich für die Branche ein Fondsabsatz von 4,2 Milliarden Euro nach 4,5 Milliarden Euro im Vorjahr.

Insgesamt wurde mit dem Anlegergeld 2013 ein Investitionsvolumen über 9,1 Milliarden Euro angeschoben, im Vorjahr waren es 7,4 Milliarden Euro. Die Differenz zwischen Eigenkapital und Investitionsumfang ergibt sich, weil die Fondsgesellschaften ihre Anlagen mit Fremdkapital hebeln.

Trotz des Anstiegs im institutionellen Geschäft bleibt die Lage angespannt. In den Boom-Zeiten 2006 und 2007 lag das Investitionsvolumen jeweils bei mehr als 20 Milliarden Euro.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienfonds

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