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Immobilienfinanzierung: Neugeschäft 2015 stabil bei 38,2 Milliarden Euro

Gewerbliche Immobilienfinanzierung: Entwicklung des Neugeschäfts in Deutschland
Bild: JLL

Das Neugeschäft der Immobilienfinanzierer lag 2015 mit 38,2 Milliarden Euro auf dem gleichen Niveau wie 2014 mit 38,3 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von JLL. Dass sich das Neugeschäft 2015 in Summe trotz eines neuen Rekordvolumens auf dem Immobilien-Investmentmarkt kaum verändert hat, liegt JLL zufolge im vorsichtigeren Agieren der Banken begründet.

Die Banken, deren Geschäftsberichte in den aktuellen JLL-Report eingegangen sind, decken knapp 70 Prozent des Neugeschäftsvolumens im deutschen Markt ab.

Das größte prozentuale Wachstum verzeichnete demnach die HypoVereinsbank mit einem Plus von 41 Prozent. Den deutlichsten Rückgang registrierte laut JLL die Düsseldorfer Hypothekenbank mit einem Minus von rund 75 Prozent.

Zwei Institute verbuchten 2015 ein Neugeschäft von mehr als fünf Milliarden Euro. Im Vergleich dazu schaffte es 2014 nur die Helaba, die Fünf-Milliarden-Euro-Schwelle zu überschreiten. Die DG Hyp erzielte ihr bislang bestes Neugeschäft und die HSH Nordbank konnte das zweitstärkste Neugeschäft seit der Finanzkrise verbuchen.

Risikosensibilität erkennbar

"Bei einigen Finanzierern ist eine erhöhte Risikosensibilität erkennbar", sagt Markus Kreuter, bei JLL Team Leader Debt Advisory Germany. Das Neugeschäftsvolumen werde sich voraussichtlich vom weiterhin sehr dynamischen Investment-Volumen abkoppeln.

Helge Scheunemann, bei JLL Head of Research Germany, erwartet für 2016 ein gewerbliches Immobilien-Transaktionsvolumen auf einem Niveau nur knapp unter dem Rekordvolumen des Vorjahres, obwohl einige Immobilienbanken weniger Darlehen ausreichen als noch 2015.

Einige der Finanzierer für gewerbliche Immobilien wiesen bei der JLL-Befragung darauf hin, dass der angespannte Markt 2016 zu reduzierten Erträgen gegenüber dem Rekordjahr 2015 führen könnte.

Trotz einer tendenziell wahrnehmbaren Verringerung der zur Verfügung stehenden Bankkreditmittel bleibt der Investmentmarkt laut JLL liquide. Die Rekordvolumina der zur Investition bereitstehenden Eigenmittel könnten die Lücke zwischen Kaufpreis und konservativer Bankkreditgewährung ohne Weiteres schließen.

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