09.11.2012 | Jones Lang LaSalle

Immobilienanleger bleiben vorsichtig

München weist die stärkste Quartalsperformance auf
Bild: Alexander Hauk ⁄

Die Performance des Victor Prime Indikators von Jones Lang LaSalle hat im 3. Quartal 2012 nicht an die starke Entwicklung der Vorquartale angeknüpft: Im Quartalsvergleich wird ein Plus von 0,6 Prozent verzeichnet. Anleger nehmen die nach unten korrigierte Konjunkturprognose ernst.

Im Jahresvergleich betrug der Performanceanstieg +6,0 Prozent. "Die schwache Quartalsperformance des Victor zeigt, dass Anleger und insbesondere Mieter die nach unten korrigierten Konjunkturprognosen für Deutschland durchaus ernst nehmen", so Andrew M. Groom, Leiter Valuation & Transaction Advisory Jones Lang LaSalle Deutschland. Teilweise würden
großflächigere Anmietungsentscheidungen von Firmen verschoben, Nutzer scheinen auch nicht bereit, höhere Mietpreise in Kauf zu nehmen. Groom weiter: "Die Unsicherheit trägt dazu bei, dass Marktteilnehmer auch bei Eigenkapitalinvestitionen vorsichtig bleiben."

Nur München verzeichnet einen signifikanten Performanceanstieg

Bis auf München wurde der geringe Performanceanstieg des Victor Prime Indikator eher noch aus der erhöhten Inflationserwartung generiert. Andere Impulse wie Leerstands-, Miet- und auch Renditeentwicklung waren im dritten Quartal überwiegend zu vernachlässigen. Aufgrund erneut gestiegener Mietpreise weist die Münchner Innenstadt mit deutlichem Abstand die stärkste Quartalsperformance auf (+1,4 % auf 124,3 Punkte). Verhalten zeigt sich dagegen das Performancewachstum in Berlin (+0,6 % auf 114,7 Punkte), Frankfurt (+0,4 % auf 116,1 Punkte), Düsseldorf (+0,3 % auf 118,7 Punkte) und Hamburg (+0,1 % auf 129,4 Punkte).

Allein die Frankfurter Bankenlage kann auch eine leicht verbesserte Mietpreis-Wachstumsprognose aufweisen und kompensiert damit den schwächelnden Vermietungsmarkt. Im Jahresvergleich bleibt München (+9,1 %) deutlich vor Hamburg (+6,4 %). Berlin (+5,7 %), Düsseldorf (+4,7 %) und Frankfurt (+4,6 %) haben den Abstand zu Hamburg verkürzt. Keine grundlegenden Änderungen gab es bei der Performance seit der Trendwende im 2. Quartal 2009. Die beobachteten Spitzenlagen zeigen mit einem Wachstum zwischen +19,8 % in Düsseldorf und +25,9 % in Hamburg ein relativ homogenes Bild.

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