17.07.2012 | Studie von Ernst & Young

Große Immobilien-Deals beleben M&A-Markt

Vor allem gewichtige Wohnungsdeals belebten im 1. Halbjahr das Geschäft
Bild: Deutsche Wohnen

Während der Private Equity-Markt im 1. Halbjahr 2012 kaum in Schwung kam, zeigte der deutsche M&A-Markt einen positiven Trend: Die Zahl der Deals ist im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent von 214 auf 223 gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Ernst & Young.

Zwar ist der Wert der Transaktionen auf dem deutschen Private-Equity-Markt deutlich gestiegen - von 1,2 auf 5,9 Milliarden Euro -, die Zahl der Deals ist im Vergleich zum Vorjahr aber leicht gesunken: von 53 auf 50. Grund für die verhaltene Entwicklung ist unter anderem die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditfinanzierung.

Der Wert der Transaktionen auf dem M&A-Markt (Mergers & Acquisitions) hat sich hingegen deutlich von 5,9 auf 15,6 Milliarden Euro erhöht. Neben zwei großen Deals im Bereich Industrial waren es im ersten Halbjahr 2012 auch drei große Deals von Immobiliengesellschaften, die den Markt belebt haben.

So hatte ein von der Patrizia Immobilien angeführtes Konsortium institutioneller Investoren für rund 1,44 Milliarden Euro die LBBW Immobilien übernommen. Außerdem wechselten die Berliner BauBeCon Immobilien und die DKB Immobilien für 1,24 beziehungsweise 0,96 Milliarden Euro den Besitzer. Die größten Deals des ersten Halbjahres bildeten die Übernahme der Inoxum Group durch die finnische Outokumpu mit einem Wert von 2,38 Milliarden Euro und der Kauf der Elster Group durch Melrose im Wert von 2,26 Milliarden Euro.

Die Researcher von Ernst & Young sehen in diesen Deals erste Anzeichen dafür, dass sich der Markt wieder belebt, vorausgesetzt, die Schuldenkrise in Europa eskaliert nicht. Wenn externe Schocks ausbleiben, werde spätestens 2013 der M&A-Markt wieder richtig anspringen. 

Schlagworte zum Thema:  Deal, Immobilien

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