Hotels bleiben gut nachgefragt: Anleger investieren auch weiterhin überwiegend in A- und B-Lagen (Symbolbild) Bild: Michael Bamberger

Die Nachfrage nach Hotels ist groß am deutschen Markt, vor allem in den A-Lagen. Damit wächst der Druck der Investoren. Dennoch halten die Anleger an guten Lagen fest, wie eine Umfrage des Informationsnetzwerks Hospitalityinside und Union Investment zeigt. 52 Prozent der Befragten gaben an, dass B-Lagen Überlauf aus A-Lagen absorbieren. Nur 15 Prozent sehen eine Verlagerung an C-Standorte.

Im Fall einer Krise würden laut Investment Barometer Herbst 2017 von Hospitalityinside und Union Investment hauptsächlich Mittelklasse- und Firstclass-Hotels unter Druck geraten. 34 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass A-Lagen von den Hotelketten bis in die letzte Lücke weiter aufgefüllt werden.

Mit einem Anteil von 25 Prozent des Gesamtvolumens (rund 454 Millionen Euro) verzeichnete dabei München laut CBRE im ersten Halbjahr 2017 das höchste Transaktionsvolumen unter den Top-7-Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart.

Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft PwC wird der europäische Hotelmarkt 2017 weiter wachsen und die Zimmerpreise steigen – ganz vorne: Frankfurt am Main. Engel & Völkers Hotel Consulting (EVHC) erwartet den höchsten Preisanstieg pro Zimmer für Stuttgart und Berlin.

Christie & Co schreibt im "Business Outlook", dass immer mehr asiatische Anleger an deutschen Hotels interessiert sind.

Krise würde primär mittlere und gehobene Hotels treffen

Die Stimmung am Markt ist der Umfrage zufolge nach wie vor gut. Der Gesamt-Index der Herbst-Umfrage 2017 im Vergleich zu 2016 vermittelt mit einem Plus von 0,6 Prozent weiterhin Stabilität. Die Einschätzungen der Situation für das eigene Unternehmen wie auch die eigene Geschäftserwartung liegen wieder auf einem gleich hohen Niveau.

Sollte es zu einer Krise kommen, sagten satte 62 Prozent der Investoren, dies könnte  Auswirkungen auf Mittelklasse- und Firstclass-Hotels haben. Nur 29 Prozent erwarten, dass der Bereich Low-Budget und Budget in einer Krise am stärksten unter Druck geraten wird. Laut Catella ist die Digitalisierung ein gesellschaftlich ökonomischer Megatrend, der auch das Hotelgewerbe betrifft. Und hier hätten vor allem Budgethotels die Nase vorne, da diese der Forderung der Investoren nach mehr Digitalisierung im Hotelsektor am besten gerecht würden.

Das Luxus-Segment wäre der Herbst-Umfrage 2017 zufolge am wenigsten gefährdet, gaben neun Prozent der Befragten an. Laut Catella ist durch den demografischen Wandel weiterhin eine wachsende Nachfrage im Luxussegment gesichert, da mit dem steigenden Anteil älterer, konsumstarker Menschen mit hohen Ansprüchen und Zeit zum Reisen die potenzielle Zielgruppe wächst.

Das deckt sich etwa mit Analysen von CBRE, nach denen im dritten Quartal 2017 die Nachfrage nach Hotels der 4-Sterne-Kategorie am höchsten war. 

Schlagworte zum Thema:  Hotelmarkt, Hotelimmobilie, Investor

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