05.12.2012 | Deloitte

Hotelmarkt Dresden lebt von nationalen Gästen

Dresden zieht Touristen vor allem mit Kulturangeboten "magisch" an
Bild: Haufe Online Redaktion

Laut einer Hotelmarktstudie von Deloitte wurden in Dresden von Januar bis September rund 1,3 Millionen Ankünfte und 2,9 Millionen Übernachtungen registriert. Die meisten Gäste sind Privatreisende aus Deutschland. Ausländer repräsentieren lediglich 18 Prozent aller Übernachtungen.

Die Positionierung als Kunst- und Kulturstadt bedeutet, dass rund zwei Drittel der Übernachtungen auf Privatreisende entfallen. Da es jedoch an internationalen Flugverbindungen, Messen und Kongressen sowie größeren Firmenzentralen mangelt, ist sie nur eine nationale Destination.

Ausländer repräsentieren lediglich 18 Prozent aller Übernachtungen. Dabei stellen die USA traditionell den wichtigsten Quellmarkt (11%), gefolgt von der Schweiz (9%), Österreich (7,5%) und UK (7,4%). Auch bei Japanern (7,0%) ist die Barockstadt beliebt.

Magic Cities Germany: Dresden auf Rang 7

Deloitte sieht Dresden dennoch auf Rang 7 der Magic Cities. "Dresden liefert sich seit Jahren mit Düsseldorf ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Ranking der Magic Cities", so Kay Strobl, Manager Hospitality bei Deloitte. "Es bleibt spannend, ob sich Dresden wieder vom siebten auf den sechsten Platz vorkämpfen kann."

Der Werbegemeinschaft "Magic Cities Germany" gehörten inzwischen elf deutsche Großstädte an: Berlin, München, Hamburg, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Hannover, Dresden, Nürnberg und Leipzig.

"Für Dresden, das eine hohe Binnennachfrage aufweist, ist es vorteilhaft, hierüber im Ausland beworben zu werden", so Strobl. Denn bei der Internationalität seiner Gäste bleibt die Stadt bislang deutlich hinter den anderen Magic Cities zurück. München und Frankfurt haben hier traditionell die Nase vorn.

"Der Schwachpunkt der sächsischen Landeshauptstadt im Vergleich zu den anderen Magic Cities ist die niedrige durchschnittliche Zimmerrate", sagt Strobl. Abgesehen von dieser könnten Dresden und Leipzig bei der Auslastung bereits mit den anderen mithalten – im Zwei- bis Drei-Sterne-Segment fällt das Bild sogar noch positiver aus.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Hotelimmobilie, Hotelmarkt

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