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Hotelinvestments verdreifachen sich im 1. Halbjahr

Hotels im oberen Preisbereich waren am gefragtesten
Bild: Christie + Co

Das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt verdreifachte sich im Vergleich zum Vorjahr im 1. Halbjahr 2013 auf 697,5 Millionen Euro. Zu diesen Zahlen kommt Colliers International. Dabei ging es im 2. Quartal bereits deutlich ruhiger zu, wie auch CBRE bestätigt.

Nach Angaben des Immobiliendienstleisters CBRE lag das Hoteltransaktionsvolumen im ersten Halbjahr 2013 sogar bei 734 Millionen Euro. Damit wurden bereits zur Jahresmitte knapp 54 Prozent des gesamten Vorjahresergebnisses erzielt (2012: 1,4 Milliarden Euro).

Corporates und Eigennutzer aktivste Käufergruppen

Mit Abstand kam das meiste Kapital in den Monaten Januar bis Juni von Corporates und Eigennutzern, die etwa 369 Millionen Euro (53 % Marktanteil) in deutsche Hotelimmobilien anlegten. Private Investoren und Family Offices folgten mit 98 Millionen Euro auf dem zweiten Platz. Pensionskassen und Versorgungswerke erreichten mit mit 94 Millionen Euro ebenfalls einen zweistelligen Marktanteil von etwa 13 Prozent.

CBRE: Schwache Performance im zweiten Quartal

"Im Vergleich zum fulminanten Start im ersten Quartal 2013 (580 Millionen Euro) war das zweite Jahresviertel relativ schwach (154 Millionen Euro)", sagt Olivia Kaussen, Head of Hotels Germany & CEE bei CBRE. Der relative Anteil der Hotelinvestments am gesamten deutschen Gewerbeimmobilienmarkt lag bei knapp sechs Prozent und damit in etwa auf dem Niveau des Gesamtjahres 2012 von rund fünf Prozent.

In den ersten sechs Monaten 2013 wurden insgesamt 31 Transaktionen mit 50 Einzel-Assets verzeichnet und damit elf  mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das durchschnittliche Volumen pro Single Asset-Transaktion – ohne Berücksichtigung der Portfolio-Verkäufe – fiel im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum Gesamtjahr 2012 um 44 Prozent von 27 auf 15 Millionen Euro.

Metropolen weiterhin im Investorenfokus

Mit einem Transaktionsvolumen von rund 450 Millionen Euro standen weiterhin die deutschen Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München im Investorenfokus, auf die über 61 Prozent des gesamten bundesweiten Hotel-Investmentumsatzes entfielen. Gemessen an der Anzahl der verkauften Einzel-Assets liegen die B- und C-Investmentstandorte gegenüber den Metropolen allerdings leicht vorne mit 27 von 50 verkauften Hotels.

In der ersten Jahreshälfte 2013 waren 4- und 5-Sterne-Hotels am gefragtesten. Sie dominierten mit einem Anteil am Investmentumsatz von knapp 85 Prozent (4 Sterne: 61 Prozent; 5 Sterne: 24 Prozent). Während 2012 der Fokus der Investoren mit knapp 70 Prozent noch deutlich auf Core-Produkten lag, verschob sich der Fokus in den ersten sechs Monaten dieses Jahres zunehmend in Richtung Non-Core mit einem Anteil von über 70 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Hotelimmobilie

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