| BNPPRE/CBRE/Colliers/JLL

Hotelinvestments legen im dritten Quartal um 48 Prozent zu

Bestandshotels verkauften sich Colliers zufolge am besten
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Transaktionsvolumen am deutschen Hotelinvestmentmarkt legte laut BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) in den ersten neun Monaten 2015 auf 2,9 Milliarden Euro zu. Das sind 37 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Alleine im dritten Quartal wurden 1,42 Milliarden Euro umgesetzt, wie JLL ermittelte. Das sind 48 Prozent mehr als im dritten Quartal 2014. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen auch CBRE und Colliers.

Das Gros der Investoren in den ersten drei Quartalen 2015 waren laut JLL institutionelle Anleger mit 29 der bis dahin 68 Transaktionen. Das investierte Volumen dieser Anlegergruppe summierte sich auf rund 1,2 Milliarden Euro.

BNPPRE zufolge waren dabei mit einem Anteil von 28 Prozent des Investitionsvolumens Equity/Real Estate Funds am aktivsten. Offene Fonds erreichen einen Anteil von rund 16 Prozent. Damit liegen sie nur knapp vor Spezialfonds mit knapp 15 Prozent. Eigennutzer tragen mit rund 13 Prozent zum Ergebnis bei.

Einzeldeals machen 74 Prozent aus

Mit fast 1,8 Milliarden Euro seien dabei im Segment Einzeldeals 74 Prozent mehr als in den ersten drei Quartalen 2014 angelegt worden. Auch im Portfoliosegment wurde mit rund 1,1 Milliarden Euro etwas mehr als im Vorjahr investiert (+1 Prozent).

Knapp die Hälfte des investierten Kapitals (48 Prozent) kommt laut BNPPRE von ausländischen Investoren. Vor allem das Portfoliosegment ist mit 71 Prozent von ausländischen Investoren geprägt. Auf US-amerikanische Käufer entfallen allein 27 Prozent des Umsatzes. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Studie von CBRE.

Laut JLL waren deutsche Investoren waren bei 44 Hotelinvestments beteiligt (65 Prozent aller Transaktionen) mit einem Volumen von 1,49 Milliarden Euro.

Ein Drittel Portfoliotransaktionen

CBRE zufolge wurde in den ersten neun Monaten ein Transaktionsvolumen von rund 2,83 Milliarden Euro verzeichnet und damit das Ergebnis des Vorjahres um 42 Prozent gesteigert. Das dritte Quartal verzeichnete ein Volumen von 1,38 Milliarden Euro.

Das Transaktionsvolumen setzte sich laut CBRE im dritten Quartal zu einem Drittel aus Portfoliotransaktionen und zu zwei Dritteln aus Einzeltransaktionen zusammen. Für das Rekordvolumen seien im dritten Quartal vor allem großvolumige Einzeltransaktionen verantwortlich gewesen. Insgesamt wiesen dabei drei Einzeltransaktionen ein Volumen von jeweils über 100 Millionen Euro auf.

Colliers zufolge wurden mit rund 1,6 Milliarden Euro oder einem Anteil von 54 Prozent am Transaktionsvolumen mehr als die Hälfte der Investments im Rahmen von Einzelverkäufen erzielt. Verglichen mit dem Untersuchungszeitraum im Vorjahr bedeutete dies einen Anstieg um sieben Prozentpunkte.

3- und 4-Sterne-Kategorie am beliebtesten

Auch Colliers ermittelte zum Ende des dritten Quartals ein Transaktionsvolumen von rund 2,9 Milliarden Euro. Laut Colliers waren mit 52 Prozent Beteiligung am Transaktionsvolumen Käufer aus dem Inland deutlich aktiver als im Jahr zuvor, als deren Anteil am Transaktionsvolumen lediglich bei 25 Prozent lag.

Auch auf Verkäuferseite trennten sich mehr nationale als internationale Investoren von Hotelobjekten und trugen 51 Prozent zum Transaktionsvolumen bei.

In erster Linie waren laut Colliers Hotels der 3- bis 4-Sterne-Kategorie beliebt bei Investoren. Knapp 69 Prozent des Transaktionsvolumens (zwei Milliarden Euro) flossen in Hotels in diesem Segment. Damit konnten sie ihren Anteil im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozentpunkte steigern.

Dahinter folgten Hotels des Luxussegments. Diese büßten zum Vorjahr knapp vier Prozentpunkte ein und kamen auf 16 Prozent am Transaktionsvolumen. Im Budgetbereich wurden bis zum Ende des dritten Quartals knapp 350 Millionen Euro umgesetzt.

Bestandsgebäude am besten gehandelt

Laut Colliers Bestandsgebäude in der Investorengunst mit einem Anteil von knapp 70 Prozent auf dem ersten Rang. Im Vergleich zum Ende des dritten Quartals 2014 bedeutet das aber einen Rückgang von rund 17 Prozentpunkten. Transaktionen in der Projektphase kamen auf zwölf Prozent, Verkäufe von Neubauobjekten auf sechs Prozent am Transaktionsvolumen.

Wichtige Hotel-Deals 2015:

Art-Invest kauft B&B-Hotelportfolio

Union Investment kauft Kongresshotel andel’s in Berlin


Schlagworte zum Thema:  Investment, Immobiliendienstleister, Hotel, Hotelimmobilie

Aktuell

Meistgelesen