26.07.2012 | Hotelinvestmentmarkt

In EMEA fehlen noch die großen Transaktionen

Trotz wirtschaftlicher Instabilität und der Unsicherheiten in der Eurozone zieht die Tourismusnachfrage an
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Hotelinvestmentaktivitäten in EMEA (Europe, Middle East, Africa) haben zwar leicht zugelegt, wegen der deutlich geringeren Durchschnittsgröße bei den Einzeldeals reichte das Volumen allerdings nicht an das Vorjahresergebnis heran.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle. Mit 3,7 Milliarden Euro flossen demnach im ersten Halbjahr 2012 zwölf Prozent weniger Kapital in die Assetklasse Hotel, 64 Prozent entfielen dabei auf Einzeltransaktionen (2,4 Milliarden Euro). An der Reihenfolge der Top-3-Zielländer habe sich nichts geändert: Dominiert wird der Markt vom Vereinigten Königreich (1,4 Milliarden Euro, 37 Prozent des Gesamtvolumens), es folgen Frankreich mit 401 Millionen Euro (elf Prozent) und Deutschland mit 177 Millionen Euro (fünf Prozent).
Das Halbjahresergebnis in Deutschland basierte vor allem auf einer Portfoliotransaktion mit zwei 4-Sterne Hotels in Berlin. Beide Hotels wurden von Azure Property Group an Invesco Real Estate für insgesamt etwa 60 Millionen Euro verkauft.

Obwohl die Anzahl der Einzeltransaktionen im Jahresvergleich auf 83 leicht gestiegen ist, lag das Durchschnittsvolumen mit etwa 28,4 Millionen Euro allerdings um 13 Prozent niedriger. Nur zwei Deals bewegten sich laut Jones Lang LaSalle über einem Volumen von 100 Millionen Euro, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es vier. Die operativen Ergebnisse sind laut der Studie in den meisten Märkten Europas aber weiterhin positiv. Trotz wirtschaftlicher Instabilität und der Unsicherheiten in der Eurozone ziehe die Tourismusnachfrage generell an - sowohl inländisch als auch aus Asien und Südamerika.

Schlagworte zum Thema:  Transaktion

Aktuell

Meistgelesen