05.10.2012 | Colliers

Hotel-Investoren geben Kaufzurückhaltung auf

Einer der größten Deals: Der Verkauf des Motel One Hotels mit 401 Zimmern im Europaviertel
Bild: GBI

Im 3. Quartal 2012 nahm der deutsche Hotelinvestmentmarkt Fahrt auf. Zwischen Juli und September registrierte Colliers International Hotelverkäufe für knapp 420 Millionen Euro. Das ist mehr als doppelt so viel als im gesamten ersten Halbjahr.

Das Transaktionsvolumen auf dem Hotelinvestmentmarkt lag Ende September insgesamt bei knapp 625 Millionen Euro und damit rund 14 Prozent unter dem des Vorjahrs. Knapp sechs Prozent des Transaktionsvolumens (35 Mio. €) entfielen auf Verkäufe mit einem Kaufpreis von weniger als fünf Millionen Euro.

Rund 94 Millionen Euro beziehungswiese rund 15 Prozent des in deutsche Hotels investierten Kapitals wurden im Rahmen von Portfolioverkäufen angelegt. Der Anteil ausländischer Investoren belief sich auf knapp 45 Prozent, was 279 Millionen Euro entspricht.

3- und 4-Sterne-Hotels sind das Produkt der Stunde

Wie bereits zum Halbjahr lag der Anteil der 3- und 4-Sterne-Hotels am Transaktionsvolumen auch Ende des dritten Quartals knapp über 80 Prozent, das heißt bei rund 501 Millionen Euro. Low-Budget-Hotels aus dem 1- und 2-Sternesegment konnten vor allem aufgrund des Verkaufs eines Motel One Hotels mit 401 Zimmern im Europaviertel in Frankfurt am Main ihren zweiten Platz mit einem Transaktionsvolumen von 63 Millionen Euro (10 % Marktanteil) vor den 5-Sterne-Hotels mit etwa 56 Millionen Euro (9 % Marktanteil) verteidigen.

Knapp zwei Drittel (rund 395 Mio. €) des insgesamt angelegten Kapitals wurden in Bestandsimmobilien investiert. Trotz einiger großvolumiger Verkäufe entfiel nur etwas mehr als ein Drittel des Transaktionsvolumens auf Neubauten, sich im Bau befindlichen Hotels sowie Projektentwicklungen.

Offene Immobilienfonds und Immobilienspezialfonds sind zurück

Während die ersten beiden Quartale noch von der deutlichen Zurückhaltung vor allem von deutschen institutionellen Anlegern geprägt waren, investierten diese im dritten Quartal umso mehr und bauten Ihren Marktanteil auf knapp 33 Prozent aus, was einem Transaktionsvolumen von 204 Millionen Euro entspricht. Die nach dem zweiten Quartal noch auf dem ersten Platz liegenden Vermögensverwalter (Asset / Fund Manager) folgten mit rund 99 Millionen Euro Transaktionsvolumen (16 % Marktanteil) vor den Corporates / Eigennutzern mit knapp 91 Millionen Euro (15 %) auf dem dritten Platz bezogen auf das Investitionsvolumen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Hotelimmobilie

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