07.07.2015 | Nai Apollo

Umsatz am Markt für Wohnportfolios steigt um rund 143 Prozent

Entwicklung am deutschen Wohnportfoliomarkt
Bild: Nai Apollo

Auf dem deutschen Investmentmarkt für Wohnportfolios wurden im ersten Halbjahr 2015 rund 17,2 Milliarden Euro umgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Netzwerks Nai Apollo. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergibt sich eine Steigerung des Umsatzvolumens um 143,3 Prozent (1. Halbjahr 2014: 7,1 Milliarden Euro).

Die Zahl der gehandelten Wohneinheiten hat sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 von 124.500 auf 269.400 mehr als verdoppelt. Gleichzeitig nahm die Anzahl der Transaktionen von 150 im Vorjahr auf 185 um 23,3 Prozent zu.

Hauptanteil am Ergebnis hat die im ersten Quartal stattgefundene Gagfah-Übernahme durch die Deutsche Annington, die mit acht Milliarden Euro gewertet wurde.

Im zweiten Quartal steuert die Deutsche Annington mit der Übernahme der Süddeutsche Wohnen (Südewo) von einem Konsortium unter Führung der Patrizia auch den zweitgrößten Deal mit 1,9 Milliarden Euro zum Halbjahresergebnis bei.

Drittgrößter Deal ist die im zweiten Quartal getätigte Unternehmensübernahme der Westgrund durch die Adler Real Estate, die mit rund 800 Millionen Euro gewertet wurde.

Zusammen mit einem Wohnportfolio, das Patrizia von einem skandinavischen Immobilienfonds erworben hat und dessen deutscher Anteil bei knapp unter 800 Millionen Euro liegt, stellen diese vier Deals in der Größenklasse über 500 Millionen Euro allein 67,1 Prozent beziehungsweise 11,5 Milliarden Euro des Gesamtinvestitionsvolumens im ersten Halbjahr 2015 (1. Halbjahr 2014: 46,2 Prozent bzw. 3,3 Milliarden Euro).

Top-Städte bleiben Hauptziel für Investments

Berlin behält die Führungsrolle unter den Metropolen mit einem Anteil von 22,2 Prozent an der Gesamtzahl aller Transaktionen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Hauptstadt ihren Vorsprung damit noch ausbauen (1. Halbjahr 2014: 16,7 Prozent).

"Aufgrund des knappen Angebots bleibt die Investitionstätigkeit in Sekundärlagen der A-Standorte hoch und geht einher mit einer wachsenden Risikobereitschaft der Käufer", so Stefan Mergen, geschäftsführender Gesellschafter der Nai Apollo Valuation & Research GmbH.

Auch die B-Standorte erfreuen sich ungebrochen hoher Investmentaktivitäten. Hier zählen im ersten Halbjahr neben Magdeburg, Delmenhorst und Wolfsburg auch Städte in Baden-Württemberg (Freiburg, Heidelberg) aufgrund der Südewo-Übernahme zu den bundesweit umsatzstärksten Investmentstandorten.

Der Anteil der deutschen Käufer am gesamten Transaktionsvolumen ist mit 89 Prozent beziehungsweise 15,3 Miliarden Euro im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozentpunkte angewachsen. Auf internationale Käufer entfällt demnach ein Anteil von elf Prozent oder 1,9 Milliarden Euro.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien

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