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Nachfrage nach Non-Core-Retail-Objekten in Core-Märkten steigt

Gemischt genutzte deutsche Einzelhandelsimmobilien sind auch bei ausländischen Investoren beliebt
Bild: Sonae Sierra

Die Investitionstätigkeit in europäische Einzelhandelsimmobilien ist im 4. Quartal 2012 auf 13,5 Milliarden Euro angestiegen. Das zeigt eine Studie des Immobiliendienstleisters CBRE. Dabei gibt es Anzeichen für eine steigende Nachfrage nach Non-Core-Immobilien in Core-Märkten.

Die Ergebnisse des vierten Quartals folgen auf drei ruhige Quartale, in denen durchschnittlich 6,4 Milliarden Euro Investitionsvolumen registriert wurde. Die starken Zahlen des vierten Quartals 2012 wurden erheblich durch den Jahresend-Effekt beeinflusst: Der Umsatz im Bereich Einzelhandelsimmobilien stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2011 um 36 Prozent.

"Der starke Aufwärtstrend bei den Investitionen in den Einzelhandelsimmobilien im vierten Quartal lag eher am Abschluss von Transaktionen, die im Verlauf des Jahres verhandelt wurden, als an einer positiven Veränderung der Stimmung bei den Investoren. Im Allgemeinen konzentrieren diese sich nach wie vor auf die Core-Märkte in Nord- und Westeuropa und investieren nur in geringem Umfang in Süd- und Osteuropa", so Jan Dirk Poppinga, Head of Retail Investment in Deutschland.

Deutschland wird bei internationaler Investoren immer beliebter

Westeuropa, und hier vor allem Deutschland und Skandinavien, verbuchte im vierten Quartal 2012 den Großteil der Investitionen. In Norwegen stieg das Volumen im Jahresendquartal beträchtlich, so dass das Land 2012 damit der fünft größte Investitionsmarkt für Einzelhandelsimmobilien in Europa war.

Deutschland wird bei internationalen Investoren mit einer grenzüberschreitenden Tätigkeit immer beliebter, deren Anteil in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 auf fast 60 Prozent stieg. Im Verlauf des Jahres 2012 wurden insgesamt rund 9,15 Milliarden Euro in deutsche Einzelhandelsimmobilien investiert. Inkludiert sind hier die Handelsimmobilien, die Bestandteil von größeren mischgenutzten Portfolien waren. Auf diese Assetklasse entfiel mehr als ein Drittel (36 Prozent) aller gewerblichen Investments im vergangenen Jahr.

Die Märkte in Süd-, Mittel- und Osteuropa verzeichneten eine deutlich geringere Aktivität als vor einem Jahr. Gegenüber einem beträchtlichen Anstieg der Aktivität im vierten Quartal für Europa insgesamt zeigt sich eindeutig, dass die Investoren risikoscheu bleiben und sich nach wie vor auf Core-Immobilien fokussieren.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Einzelhandelsimmobilie

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