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Herbstliche Stimmung in der Immobilienwirtschaft

Trotz Herbststimmung: Der Rückgang des Immobilienklimas fällt moderat aus
Bild: Haufe Online Redaktion

Herbstliche Stimmung macht sich in der deutschen Immobilienwirtschaft breit: Die Entwicklung des Immobilienklimas bleibt auch im Oktober negativ. Der Rückgang wird einzig durch das Wohnklima gebremst. Dieses Ergebnis zeichnet der 58. Deutsche Hypo Immobilienkonjunktur-Index.

Als wesentlicher Grund dafür wirkt sich nach wie vor die schwelende Unsicherheit über den Fortgang der Staatsschulden- und Bankenkrise in der Europäischen Währungsunion aus. Dennoch fällt der Rückgang des Immobilienklimas moderat aus. Dabei zeichnet sich der negative Trend bereits seit Monaten ab. Als Konsequenz des kontinuierlichen Abschwungs, der seit März 2012 anhält, erreichte der Indexwert im Oktober nur 112,3 Punkte und lag damit um 1,3 Prozent unter dem Vormonatsniveau. In dieser Erhebungsperiode resultiert der Rückgang vor allem aus dem anhaltend deutlichen Minus der Ertragsklimawerte (-2,7 Prozent), während das Investmentklima auf dem Vormonatsniveau von 116,6 Zählerpunkten beharrte.

Zunahme beim Industrieklima - Wohnklima am stabilsten
Betrachtet man die einzelnen Immobiliensegmente der Auswertung, wird eine sichtbare Erholung des Industrieklimas deutlich. Nach einem Einbruch im Vormonat von -5,0 Prozent, folgte im Oktober ein Zuwachs von 3,8 Prozent. Damit erreicht das Industrieklima 104,9 Zählerpunkte. Das Büroklima dagegen setzt seine Talfahrt fort und nimmt im Vergleich zum September um weitere 2,2 Prozent ab. Mit aktuellen 93,2 Zählerpunkten wird erneut ein Jahrestiefpunkt erreicht und der Indexwert ist mit dem Wert vom August 2010 (95,3) vergleichbar.

Das Handelsklima nimmt um 0,9 Prozent ab und erreicht in der aktuellen Erhebungsperiode den Wert von 109,1. Zwar wird der negative Trend damit nicht gestoppt, aber das Momentum des Abschwungs hat im Vergleich mit den letzten Monaten abgenommen. Die stabilste Kategorie unter den Segmenten stellt das Wohnklima dar. Der Seitwärtstrend auf hohem Niveau hält inzwischen seit über zwei Jahren an. Mit 164,9 Zählerpunkten im Oktober wird zwar ein geringer Rückgang um -0,5 Prozent dokumentiert, dennoch bleibt die Entwicklung im Wohnsegment der negativen Tendenz in den anderen Segmenten fern.

Immobilienkonjunktur mit leichter Erholung

Nach einer stabilen Phase in den Sommermonaten, steigt die Immobilienkonjunktur zum zweiten Mal in Folge um 1,5 Prozent. Mit 209,1 Indexpunkten wird auch der Jahreshöchstwert für 2012 erreicht. Vergleichbar positive Werte liegen über ein Jahr zurück. Hier kommt sowohl das günstige Zinsumfeld als auch die Dynamik am Börsenhandel zum Ausdruck.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienwirtschaft

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