11.01.2013 | Jones Lang LaSalle

Handel mit Gewerbeportfolien knackt 6-Milliarden-Euro-Grenze

Auch das KaDeWe hat 2012 den Eigentümer gewechselt
Bild: Florian L ⁄

2012 war ein starkes Jahr für Portfoliotransaktionen von Gewerbeimmobilien in Deutschland: Mit mehr als 60 Deals wurde ein Volumen von 6,3 Milliarden Euro erzielt. Damit lag das Ergebnis rund 20 Prozent über dem von 2011, wie Jones Lang LaSalle mitteilt.

Ein Viertel des gesamten gewerblichen Transaktionsvolumens in 2012 ist durch Portfoliodeals zustande gekommen (2011: 22 %). Zum dritten Mal in Folge ist damit das Transaktionsvolumen im Portfoliosegment gestiegen. Insbesondere vier große Portfoliotransaktionen zwischen jeweils 500 Millionen Euro und 1,1 Milliarden Euro waren maßgeblich für das starke Portfoliojahr verantwortlich.

Einzelhandelsimmobilien waren auch im Jahr 2012 mit einem Anteil von 42 Prozent (2011: 56%) die beliebteste Nutzungsart bei Portfolio-Käufern. Büroimmobilienportfolios kamen auf einen Anteil von 23 Prozent, gemischt genutzte Portfolios auf 24 Prozent.

Diametral entgegengesetzt zeigt sich die Verteilung bei den Transaktionen von Einzelobjekten: Hier dominiert die Assetklasse Büro (Anteil am Transaktionsvolumen 48%), Einzelhandelsimmobilien bewegen sich bei einem Anteil von 28 Prozent.

Ein weiterer klarer Trend ist bei der Herkunft der Käufer zu erkennen. Nachdem ausländische Käufer 2010 und 2011 bereits Anteile von 70 Prozent beziehungsweise 56 Prozent am Portfoliovolumen hatten, zeichneten sie 2012 für mehr als drei Viertel (77%) des gewerblichen Portfoliotransaktionsvolumens verantwortlich. Alle an den vier größten gewerblichen Portfoliodeals des Jahres beteiligten Käufer kamen aus dem Ausland. Demgegenüber legten deutsche Investoren nur zehn Prozent der in 2012 in deutsche Gewerbeimmobilien investierten Gelder in Portfolios an.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Gewerbeimmobilien

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