| Marktanalyse

Hamburger Wohnungspreise steigen um bis zu 33 Prozent

Besonders teuer: Wohnungen mit Alsterblick
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Hamburg bleibt teuerste Großstadt des Nordens: Eine Wohnung kostete im 1. Quartal 2012 im Schnitt 3.115 Euro pro Quadratmeter, wie Immowelt.de ermittelte. Die Kaufpreise für Wohnungen in Hamburg-Nord stiegen am deutlichsten um 33 Prozent.

Die Preise liegen damit 79 Prozent über dem deutschen Durchschnittswert von 1.741 Euro. Der kontinuierliche Zuzug in die Stadt heizt die Nachfrage merklich an. Im Jahr 2025, so die Prognose der Stadt Hamburg, werden knapp 70.000 Menschen mehr in der Hansestadt leben als heute. Quer durch die Stadt bemüht sich der Senat deshalb um Wohnungsneubau und die Aufwertung vernachlässigter Ecken.

Wer es hanseatisch liebt und über das nötige Kleingeld verfügt, wohnt gerne an der Alster oder am nördlichen Elbufer. In den Nobel-Lagen Blankenese, Othmarschen, Rotherbaum oder St. Georg kostet der Quadratmeter im Schnitt zwischen 4.100 und 5.050 Euro. Hamburg-Zentrum (3.703 Euro) liegt knapp darunter.

Günstige Lagen holen auf

Das früher noch günstige Hamburg-Nord mit den Stadtteilen Eppendorf, Winterhude und Uhlenhorst am nordöstlichen Alsterufer holt kräftig auf: Um 33 Prozent sind die Preise hier im vergangenen Jahr gestiegen. Sie liegen im Schnitt bei 4.126 Euro pro Quadratmeter – je nach Objekt und Lage auch schon mal bei bis zu 9.000 Euro.

Käufer mit schmalerem Budget suchen nach Alternativen weiter draußen. Fündig werden sie in den Bezirken Bergedorf (2.300 Euro) und Wandsbek (2.427 Euro). Doch auch in diesen beiden Bezirken stiegen die Kaufpreise binnen Jahresfrist um 16 Prozent. Auch Hamburg-Mitte (2.273 Euro) gehört noch zu den günstigeren Gebieten Hamburgs. Die preiswertesten Immobilien bietet Harburg (1.985 Euro, +26 Prozent). Im Jahr 2010 kostete der Quadratmeter hier noch knapp 1.100 Euro.

Mietpreise: Starkes Nord-Süd-Gefälle

Auch wer eine Mietwohnung in Hamburg sucht, muss deutlich mehr einkalkulieren als noch im Vorjahr. Die Mieten sind um elf Prozent auf durchschnittliche 11,10 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 6,30 Euro (+2 Prozent). Im gesamten Nordwesten der Stadt liegen die Mietpreise im Schnitt zwischen elf und 14 Euro pro Quadratmeter, in Alsternähe kann der Preis schon mal auf 29 Euro hochgehen. In Altona (12,30 Euro, +12 Prozent) und Hamburg-Nord (12,60 Euro, +14 Prozent) lassen sich allerdings auch noch sehr günstige Quartiere finden.

Wandsbek (9,70 Euro, +3 Prozent) bietet Durchschnittsmieten unter zehn Euro, das gibt es sonst nur südlich der Elbe. Die erschwinglichsten Mieten werden in Harburg (8,20 Euro, +8 Prozent) gezahlt.

Schlagworte zum Thema:  Hamburg, Immobilien, Wohnung

Aktuell

Meistgelesen