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Hamburger Mieten steigen um sieben Prozent

Bis 2030 prognostizieren die Experten ein Wachstum von sechs Prozent
Bild: Verena Münch ⁄

Die Mieten in Hamburg sind seit dem Frühjahr 2014 um sieben Prozent gestiegen und liegen im ersten Quartal 2015 bei einem mittleren Angebotspreis von 11,20 Euro pro Quadratmeter. Das ergibt der Fünfjahresvergleich der angebotenen Mietobjekte des Onlineportals immowelt.de. Zwischen 2012 und 2014 waren die Preise gar nicht oder nur um drei Prozent gestiegen.

Über den gesamten untersuchten Zeitraum müssen die Hamburger derzeit im Median 26 Prozent mehr zahlen als 2010. Um den Aufwärtstrend zu stoppen, wurden in der Hansestadt im vergangenen Jahr über 8.100 Wohnungen neu gebaut.

Der steigende Anteil sanierter und neuer Wohnungen wirkt sich allerdings auf das Mietniveau aus, Preise unter neun Euro pro Quadratmeter sind zur Seltenheit geworden. Der Großteil der angebotenen Wohnungen in der Elbmetropole kostet im ersten Quartal 2015 zwischen 8,90 Euro und 14,30 Euro pro Quadratmeter. Vor fünf Jahren lag diese zwei Drittel-Spanne noch zwischen 7,30 Euro und 11,80 Euro.

Trotzdem sind die Mieten im hohen Norden günstig im Vergleich zu München. Dort müssen mit 15 Euro pro Quadratmeter 33 Prozent mehr bezahlt werden.

Hohe Kaufkraft, noch höhere Mieten

Die Menschen in Hamburg haben mit 23.664 Euro eine um zehn Prozent höhere Kaufkraft als im Rest der Republik. Sie stieg in der norddeutschen Metropole in den vergangenen fünf Jahren um fast zehn Prozent. Das klingt zwar viel, die Mieten verteuerten sich im selben Zeitraum allerdings um mehr als das Doppelte (26 Prozent), so dass die Hamburger einen höheren Anteil ihres verfügbaren Einkommens für die Miete investieren müssen.

Um diesem Aufwärtstrend in boomenden Großstädten mit niedriger Leerstandquote wie Hamburg Einhalt zu gebieten, wurde kürzlich die Mietpreisbremse beschlossen. Ab 1. Juni können die Bundesländer das Gesetz einführen. Die Senatsverwaltung der Hansestadt hat bereits ihren Willen dazu bekundet und will die Mietpreisbremse zeitnah umsetzen. Für das Jahr 2030 prognostizieren die Experten ein Wachstum der Bevölkerung auf 1,85 Millionen Menschen – ein Plus von sechs Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Miete

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