12.10.2012 | ImmobilienScout24

Hamburger Hafencity boomt auf Kosten anderer Innenstadtlagen

Die Hafencity läuft anderen Hamburger Bürostandorten den Rang ab
Bild: Verena Münch ⁄

Der Hamburger Büroimmobilienmarkt entwickelt sich sehr unterschiedlich: Während die Mieten in der Hafencity in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sind, stagnieren sie in anderen Innenstadtlagen. Dies zeigt eine Analyse von ImmobilienScout24.

Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Büromieten im Hamburger Stadtteil Hafencity seit dem Jahr 2008 um rund sechs Prozent gestiegen. Aktuell werden dort in der Spitze knapp 22 Euro pro Quadratmeter Bürofläche verlangt. Damit erreichen die Büromieten in der Speicherstadt ein ähnlich hohes Preisniveau wie in der Hamburger Neustadt. Mit einem zentralen Unterschied: Während die Büromieten in der Neustadt und in anderen City-Lagen stagnieren, steigen die Preise in der Hafencity.

"Der Großteil der neuen Hafencity-Mieter sind Unternehmen, die bereits in Hamburg ansässig sind. Verlierer sind die klassischen City-Lagen wie die Hamburger Neustadt, in der die Preise seit der Krise stagnieren", kommentiert Dagmar Faltis, Geschäftsleitung Gewerbeimmobilien bei ImmobilienScout24, die Ergebnisse der Analyse.

Hammerbrook ist günstigster Bürobezirk

Günstigster zentraler Bürobezirk in der Hansestadt ist der Stadtteil Hammerbrook. Dort werden derzeit durchschnittlich knapp zehn Euro pro Quadratmeter Bürofläche verlangt. Im preislichen Mittelfeld der City-Lagen liegen St. Pauli und die Altstadt. In den beiden Stadtteilen kostet der Quadratmeter Bürofläche bei der Neuvermietung 12,70 Euro beziehungsweise 14,40 Euro.

"Abgesehen von der aktuellen Neuordnung der City-Lagen ist der Hamburger Büromarkt sehr robust. Wir beobachten auf unserer Plattform CommercialNetwork eine sehr hohe Nachfrage nach Büroinvestments. Mehr als zwei Drittel aller Investoren suchen derzeit Objekte dieser Asset-Klasse", so Faltis weiter.

Für die aktuelle Analyse des Hamburger Büroimmobilienmarktes hat ImmobilienScout24 mehr als 100.000 Büroimmobilien im Gebäudebestand ausgewertet, die seit dem Jahr 2008 im Gewerbeimmobilienportal von ImmobilienScout24 inseriert wurden. Rund 60 Prozent der Inserate werden im kleinteiligen Bürosegment angeboten, das in bisherigen Analysen zu Gewerbeimmobilienmärkten deutlich unterrepräsentiert ist.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büroimmobilie, Büromiete

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