Für kleine Unternehmen und Startups lohnt es sich flexible Angebote zu nutzen Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Junge Startup-Unternehmen streben auf den Hamburger Büromarkt. Sie suchen vor allem flexibel anmietbare Arbeitsplätze. Laut einer Erhebung von JLL werden in absehbarer Zeit rund 10.000 dieser Workspaces in Hamburg angeboten. 4.400 davon mit insgesamt 120.000 Quadratmetern Bürofläche stehen jedoch erst im Bau und werden dem Markt erst einmal fehlen.

"Aus Sicht des Gesamtmarktes handelt es sich bei Coworking zwar um ein Randthema, allerdings mit hohen Wachstumszahlen", heißt es in der Mitteilung. Nach einer Modellrechnung von JLL lohnt es sich für Startups und kleine Unternehmen bis zu einem Zeitraum von drei Jahren, auf eigene Räumlichkeiten zu verzichten und flexible Angebote zu nutzen.

Definition von Coworking

  • Flexibilität hinsichtlich Anmietung und Kündigung von Büroarbeitsplätzen
  • Nutzung durch Selbstständige, Freiberufler, Gründer (Startups) oder Menschen, die für verschiedene Arbeitgeber arbeiten
  • Raumstruktur geprägt durch mehrheitlich offene Arbeits- und Kommunikationsbereiche
  • Möglichkeit zu Kollaboration und Wissensaustausch unter den Nutzern und Aufbau eines Netzwerks
  • Angebot von Infrastruktur und verschiedenen Dienstleistungen durch den Betreiber
  • Angebot von Events und Weiterbildung durch den Betreiber

Preise im Schnitt zwölf Prozent über der jeweiligen Durchschnittsmiete

Die Preise für flexible Workspaces liegen laut JLL durchschnittlich zwölf Prozent über der jeweiligen Durchschnittsmiete des Teilmarktes zum Zeitpunkt der Anmietung. Die größte Abweichung gibt es in der Hamburger Innenstadt: Hier liegen die Mietpreise der Anbieter von flexiblen Workspaces laut JLL rund 18 Prozent über dem Durchschnitt. Der Großteil der Abschlüsse in der Innenstadt übersteigt demnach die 20-Euro-Grenze.

Für Coworking-Anbieter mit Fokus auf Startups aus kreativen Bereichen eignen sich jedoch vor allem Trendviertel. Der Blick auf die Verteilung der Standorte zeigt, dass der Teilmarkt Innenstadt mit 65 Prozent der Arbeitsplätze deutlich überwiegt.

Was bedeutet Coworking für Investoren?

Auch aus Investmentsicht gibt es Besonderheiten, wenn ein Coworking-Betreiber in einer Immobilie angemietet hat. In der aktuellen Marktlage mit einem sehr knappem Angebot bei sehr hoher Nachfrage müssten Investoren JLL zufolge zwar Zugeständnisse machen, sie sollten jedoch auf die Bonität achten und sich vor allem die Drittverwendungsfähigkeit der ausgebauten Flächen sowie Rückbauverpflichtungen anschauen.

Komme man hier zu negativen Einschätzungen, gibt es laut JLL später Abschläge beim Verkaufspreis.

Schlagworte zum Thema:  Büro, Büroimmobilie, Startup

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