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Hamburg mit dem stärksten Zuwachs an Hotelzimmern

B&B-Hotel in Hamburg: Kettenhotellerie expandiert
Bild: B&B Hotels GmbH

Die starke Bautätigkeit im Hotelsegment hielt dem Analysehaus Bulwiengesa zufolge auch 2014 an. Mit insgesamt rund 11.100  fertiggestellten Zimmern wurde der Vorjahreswert um 15 Prozent gesteigert. Hamburg (plus 1.682) verzeichnete vor Berlin, München und Frankfurt am Main den stärksten Zimmerzuwachs, während in Dresden und Düsseldorf keine Hotels eröffneten.

Hotelbauten haben als Anlageklasse auf dem deutschen Immobilienmarkt an Attraktivität gewonnen. Dies gilt insbesondere für die sogenannten Magic Cities (Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart). Aber auch B-Standorte und Lagen im Speckgürtel der Metropolen rücken verstärkt in den Fokus von Entwicklern und Investoren.

Alleine von 2009 bis 2014 entstanden 63.800 neue Hotelzimmer verteilt auf 425 Beherbergungsbetriebe mit einer Mindestgröße von 40 Zimmern. Dabei handelte es sich entweder um Neubauten, Umwandlungen von zuvor zumeist gewerblich genutzten Immobilien (vor allem Büroimmobilien) oder Erweiterungen.

In Berlin (inklusive Schönefeld) wurden in diesem Zeitraum 16.715 neue Zimmer gebaut. In Hamburg waren es 6.330, in München 4.797, in Frankfurt 4.665. Den stärksten Zuwachs gab es in Hamburg 2013/2014 mit 1.682 Zimmern vor Berlin (plus 1.431), München (plus 1.380) und Frankfurt (1.315).


Die Bauaktivität ist vor allem auf den starken Expansionsdrang der Kettenhotellerie zurückzuführen, deren Marktanteil in Deutschland immer noch verhältnismäßig gering ist. Die touristischen Hauptdestinationen werden von der Markenhotellerie dominiert, die mehr als 90 Prozent der Neubauten belegt. Außerhalb der Magic Cities prägen ebenfalls zunehmend Hotelketten das Bild, wenngleich knapp ein Drittel der Objekte auf Individualhotels entfällt.


Seit 2009 konzentriert sich die Bautätigkeit schwerpunktmäßig auf Berlin (rund 16.700 neue Hotelzimmer), wobei knapp die Hälfte des Neubauvolumens bereits in 2009/10 realisiert wurde. Obwohl seitdem das Fertigstellungsvolumen in Berlin sinkt, ist von einem "Einbruch" keine Rede. Angesichts stark wachsender Tourismuszahlen bleibt Berlin neben Hamburg, München und Frankfurt der Hotspot für neue Hotelentwicklungen.

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